„Wenn sie zurückkommen“: Trump droht dem Iran mit neuen Angriffen

Nach den verheerenden Angriffen im Juni, bei denen US-amerikanische und israelische Streitkräfte mehrere iranische Nuklearanlagen zerstörten, scheint die Diplomatie mit dem Iran endgültig zum Stillstand gekommen zu sein. 

Präsident Donald Trump drohte nun mit neuen Angriffen, sollte der Iran versuchen, sein Nuklearprogramm ohne ein Abkommen wieder aufzubauen.

„Wenn sie zurückkommen wollen, aber ohne einen Deal, dann werden wir auch diese Anlagen auslöschen“, erklärte Trump am Donnerstag im Weißen Haus gegenüber Reportern. Laut „Newsweek“ betonte er, dass die Angriffe im Juni Irans Nuklearkapazitäten vollständig zerstört hätten und das Land nun vor einem langwierigen Wiederaufbau stehe.

„Es hätte niemand sterben müssen“

Trump zeigte sich überzeugt, dass Iran die Angriffe hätte vermeiden können, wenn es früher einem Abkommen zugestimmt hätte. „Vergesst das Nuklearprogramm – das ist weg. Aber schaut euch den Schaden an, die Todesopfer. Sie hätten einen Deal haben können, bei dem niemand gestorben wäre“, sagte er laut „Newsweek“.

Die Angriffe im Juni zielten auf drei zentrale Nuklearanlagen ab und sollen laut US-amerikanischen Einschätzungen Irans Fähigkeit zur Urananreicherung massiv eingeschränkt haben. Doch trotz dieser Verluste bleibt Teheran hart: Es lehnt weiterhin die Forderungen der USA ab, die unter anderem strikte Begrenzungen für Urananreicherung und Raketenentwicklung beinhalten.

Der Oberste Führer des Mullah-Regimes, Ali Khamenei
Der Oberste Führer des Mullah-Regimes, Ali Khamenei Büro des Obersten Führers von Iran via Getty Images

Khamenei trotzt Drohungen

Während Trump auf militärische Stärke setzt, versucht Irans oberster Führer Ali Khamenei, Ruhe zu bewahren und Stärke zu demonstrieren. In einer Rede bezeichnete er die aktuellen Spannungen als „propagandistischen Krieg“ und betonte, dass Iran sich nicht durch äußeren Druck einschüchtern lasse. „Wir sind in einem spirituellen Krieg“, erklärte Khamenei laut „Newsweek“.

Seine Worte sollen die iranische Bevölkerung beruhigen und ein Bild von Einheit und Widerstandskraft vermitteln. Doch hinter den Kulissen bleibt die Lage angespannt: Beide Seiten zeigen keine Bereitschaft zu Kompromissen, und neue Verhandlungen sind nicht in Sicht.