Eine Unterkunft für 250 Asylbewerber an der Blumenstraße lehnte der Ausschuss erneut ab. Sie ist schon länger im Gespräch - und wird es wohl auch bleiben.
Eine größere Unterkunft für Asylbewerber an der Geretsrieder Blumenstraße ist schon länger im Gespräch – und wird es bleiben, wie in der jüngsten Sitzung des Bau- und Umweltausschusses deutlich wurde. Dort erteilte das Gremium einem neuerlichen Vorstoß, das Vorhaben umzusetzen, eine erneute Absage.
Diesmal hatte der Ausschuss über einen Bauantrag zu entscheiden. Wie Evelyn Ceka vom Fachbereich Bauen im Rathaus erläuterte, sollte eine Unterkunft für maximal 250 Asylbewerber entstehen. Die Container würden befristet auf drei Jahre direkt neben der Filigranhalle aufgestellt werden. Dort sind seit 2016 Geflüchtete untergebracht.
Lebensraum für Zauneidechse
Das Gremium erteilte das gemeindliche Einvernehmen einstimmig nicht. Damit folgte es der Verwaltung, die empfohlen hatte, den Bauantrag abzulehnen. „Der Antrag ist nicht vollständig“, sagte Ceka. Die Bau- sowie Betriebsbeschreibungen würden fehlen. „Wesentliche Fragen können daher nicht überprüft werden“, so die Bauamtsmitarbeiterin. Die Erschließung sei nicht gesichert, da es sich bei der Blumenstraße um eine Privatstraße handelt. Zudem seien Zauneidechsen an dem Areal gefunden worden, berichtete Ceka. Das Reptil ist streng geschützt.
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Die Stadtratsmitglieder hatten sich bereits mehrfach mit der geplanten Asylunterkunft an der Blumenstraße befasst. Anfang des Jahres versagte der Bau- und Umweltausschuss einem Antrag auf Vorbescheid das gemeindliche Einvernehmen (wir berichteten). Im Juli 2023 hat der Stadtrat mit Blick auf das Gewerbeentwicklungskonzept der Kommune eine Veränderungssperre für das Areal erlassen.