Das Champions-League-Duell zwischen dem FC Bayern und dem FC Pafos findet nicht in Pafos statt, sondern 65 Kilometer entfernt in Limassol.
Limassol – Das Stelios-Kyriakides-Stadion in Pafos, Heimat des FC Pafos, ist für internationale Spiele der UEFA nicht zugelassen. Der Grund: Mit nur etwa 9.400 Plätzen erfüllt es nicht die Mindestanforderung von 10.000 Plätzen. Daher wird das Champions-League-Spiel gegen den FC Bayern München im 65 Kilometer entfernten Alphamega Stadium in Limassol ausgetragen.
Der FC Pafos ist ein relativ junger Verein, der 2014 gegründet wurde. Trotz seines rasanten Aufstiegs im zyprischen Fußball konnte der Klub noch nicht die notwendige Infrastruktur für solch hochkarätige Spiele schaffen. Bereits das Qualifikations-Rückspiel gegen Roter Stern Belgrad fand aus demselben Grund ebenfalls in Limassol statt. Doch es gibt Hoffnung: Geplante Renovierungsarbeiten sollen das Stadion in Pafos künftig UEFA-konform machen.
Der FC Pafos kann den FC Bayern nicht im eigenen Stadion empfangen
Der FC Pafos würde liebend gern in seinem eigenen Stadion gegen den deutschen Rekordmeister antreten und schämt sich fast ein wenig nach Limassol ausweichen zu müssen. „Es ist eine Schande, dass wir Sie nicht in Pafos begrüßen können“, schreibt der Verein auf X (ehemals Twitter) unter einen Beitrag des FC Bayern.
Für den FC Pafos ist die Teilnahme an der Champions League ein historischer Erfolg. Der Verein hat in der Qualifikation große Erfolge erzielt, indem er Mannschaften wie Maccabi Tel Aviv und Dynamo Kiew besiegte. Trainer Juan Carlos Carcedo betont: „Für uns wird ein großer Traum wahr, ein so großes Spiel bestreiten zu dürfen. Bayern ist im Moment die formstärkste Mannschaft Europas.“
Trotz der Außenseiterrolle ist der Verein entschlossen, eine gute Leistung zu zeigen. „Wir wollen zu Hause mutig sein. Wir pressen manchmal und bekommen unsere Chancen bei Kontern“, erklärt Carcedo. Für den FC Pafos geht es nicht nur um das Spiel selbst, sondern auch um die Erfahrung und die Möglichkeit, sich auf der großen Bühne zu präsentieren.
Die Zukunft des FC Pafos sieht vielversprechend aus. Mit geplanten Investitionen in die Stadioninfrastruktur und einem wachsenden internationalen Profil könnte der Verein bald in der Lage sein, solche Spiele in seiner Heimatstadt auszutragen. Bis dahin bleibt das Alphamega Stadium in Limassol die Bühne für die internationalen Träume des jungen Vereins. (hbr)