Eine massive Phytoplanktonblüte in der nördlichen Adria vermiest derzeit vielen Reisenden den Urlaub. Das in den sozialen Medien als „Meeresrotz“ bekannte Phänomen ist sogar aus dem Weltall sichtbar, wie neue Aufnahmen zeigen.
Schleimteppiche an italienischen Küsten auch aus dem All sichtbar
Eine Aufnahme des Copernicus-Sentinel-2-Satelliten vom 7. August 2024 zeigt den Schleim (weiß) und die Phytoplanktonblüte (grün) vor der Küste von Rimini in Italien. Dieser Schleim entsteht durch hohe Temperaturen und Süßwassereintrag durch starke Regenfälle.
Copernicus, das Erdbeobachtungsprogramm der Europäischen Union, schreibt dazu, dass der Süßwassereintrag der letzten Wochen den Salzgehalt der Meeresoberfläche reduziert hat. Dadurch wurden ideale Bedingungen für eine rasche Vermehrung des Phytoplanktons geschaffen. Die aktuelle Blüte hat auch zu einer Schleimbildung in der Adria geführt.