Neue Perchtengruppe in Gernlinden: Hier kommen die Moos Grantler

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Ganz nah kamen sich die Perchten und das Publikum am Maisacher Advent. © Kürzl

Im Landkreis gibt es einen neue Perchtengruppe: die Moos Grantler aus Gernlinden. Sie wollen bei ihren Auftritten dem Publikum vor allem näher bringen, was es mit dem Perchten-Brauchtum auf sich hat.

Gernlinden – „Wir wollten uns einen Namen geben, der Verbundenheit ausdrückt“, sagt Alexander Eisenhut, Chef der Moos-Grantler. Zum einem die Verbundenheit mit dem namensgebenden Fußbergmoos, zum anderem die mit dem Brauchtum der Perchten. „Und der Grantler erklärt sich in Bayern fast von selbst“, fügt er hinzu. Ein Wesen, ein bisserl mürrisch vielleicht oder derb, aber nicht übermäßig grob.

Auftritt beim Maisacher Advent

So erleben es auch die Besucher auf dem Maisacher Adventsmarkt, bei dem die 20-köpfige Gruppe auftritt. Dicht gedrängt sind die Reihen, große wie kleine Besucher sind erwartungsfroh und haben keinerlei Berührungsängste. „Unsere Masken haben nichts Erschreckendes“, erklärt Eisenhut. Darauf habe man besonders geachtet. „Jeder von uns hat schon ein Gespür dafür, wenn es ein Zuschauer doch als zu heftig empfindet“, sagt er. Deshalb ist es den Moos Grantlern wichtig, dass sie nach dem Auftritt die Masken abnehmen. „Damit alle sehen, dass da drunter ganz normale Frauen und Burschen stecken.“

Frauen und Burschen, die mit ihren Auftritten nahebringen wollen, was es mit den Perchten auf sich hat. „Früher sind sie von Hof zu Hof gezogen und haben das Böse und Schmutzige des alten Jahres weggekehrt“, erklärt Eisenhut. Das sei in der Anonymität der heutigen Zeit in Vergessenheit geraten. Man wolle zeigen, dass Brauchtum und Traditionen einen Hintergrund haben.

In ihren schaurigen Masken und Kostümen wollen die Moos Grantler den Leuten die Tradition der Perchten näher bringen. 	fotos: hans küzrl
In ihren schaurigen Masken und Kostümen wollen die Moos Grantler den Leuten die Tradition der Perchten näher bringen. © Kürzl

Heimspiel

In der Gemeinde sei man sehr dankbar gewesen, dass man das wieder aufgegriffen habe, berichtet Eisenhut weiter. Aber nicht nur deshalb war der Auftritt auf dem Rathausplatz für die Moos Grantler etwas Besonderes. „Es war wie ein Heimspiel, so viele Leute, grandios.“

Dazu beigetragen haben auch die Helfer hinter den Kulissen: die für die Musik sorgen, den Auftretenden die Fackeln reichen oder die aufpassen, dass keiner der Feuerschale zu nahe kommt, die in der Mitte des Platzes aufgebaut ist. „Ohne diese Leute geht es nicht“, so Eisenhut.

Jeder sei mit großer Begeisterung bei der Sache. Das zeigt sich allein schon dadurch, dass jeder selbst für sein Kostüm und seine Maske aufkommt. Keine Kleinigkeit, um die 1500 Euro oder mehr kommen schon zusammen, wenn man wirkungsvoll auftreten will. Für Eisenhut ist vor allem eines wichtig: „Dass es uns Spaß macht und dass es den Leuten gefällt.“

Weitere Auftritte der Moos Grantler sind am 22. Dezember, vorm Geschäft Rotblonder Faden der Maisacher Hauptstraße, beim Freisinger Perchtenlauf am 29. Dezember, und beim Rauhnachtslauf in Weiden i.d. Oberpfalz am 6. Januar. Beginn ist jeweils um 17 Uhr.

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