Über 600 Faschingsbegeisterte feierten beim Feuerwehrball in Wallgau. Mit Besuchern aus dem gesamten Landkreis und weit darüber hinaus wurde das Haus des Gastes in eine märchenhafte Welt verwandelt. Ein besonderer Höhepunkt war das von der Feuerwehr inszenierte Bühnenstück.
Zauberhafte Hexen, magische Zauberer und schaurige Gestalten verwandelten das Wallgauer Haus des Gastes am Wochenende in eine märchenhafte Welt. Über 600 Faschingsbegeisterte feierten beim berühmt-berüchtigten Feuerwehrball der Freiwilligen Feuerwehr Wallgau. Der Ball zog Gäste aus dem gesamten Landkreis an. Der Parkplatz füllte sich mit Autos aus Bad Tölz, Weilheim, Miesbach und sogar Rosenheim. „Das Publikum war wirklich das Beste, was sich ein Veranstalter nur wünschen kann“, resümiert Hans Holler, Kommandant der Wehr. „Die Gäste, die den weitesten Weg auf sich genommen haben, kamen aus dem Südtiroler Untental, extra für unseren Faschingsball.“
Neben einer 15 Meter langen Bar, an der Fröschlein und Froschkönige die Gäste bewirteten, sorgten die Isarwinkler Spitzbuam für hervorragende Stimmung. Höhepunkt war das Bühnenstück, das die Feuerwehr-Mitglieder inszenierten. „Die jungen Kameraden, die die Organisation übernommen haben, und unsere Theatergruppe, die das Stück geschrieben hat, haben einmal mehr großartige Arbeit geleistet“, lobte Holler.
Im Theaterstück sind altbekannte Märchen der Gebrüder Grimm neu interpretiert worden. Hubert Holzer alias „Yoyo“ und Franzi Berwein junior alias „Doc Croc“ verkörperten die beiden lustigen Tierchen aus der beliebten Kinderserie Simmsala Grimm. Auf ihrem schwebenden Märchenbuch reisten sie durch verschiedene Märchenwelten, die humorvoll ins 21. Jahrhundert transportiert wurden. So musste sich der Prinz von Rapunzel, der mit einem Steckenpferd über die Bühne galoppierte, nicht nur mit einem kurzen Haarschnitt anfreunden, sondern auch mit dem Namen „Bropunzel“. Die witzigen Abenteuer setzten sich fort, als bei den Sieben Zwergen der siebte Zwerg – aus unklaren Gründen – mit Schneewittchen im Wald verschwand. Die Neuinterpretationen von „Der Froschkönig“ und „Aschenputtel“ sorgten ebenfalls für viel Lachen, und das alles unter dem Motto: „Excuse me, wir haben 2025!“
Das fulminante Finale bildete ein Wiener Walzer, bei dem „Die Schöne“ (Hannes Niklas) und „Das Biest“ (Kilian Bretschneider) mit einer Verwandlung in einen selbstbewussten Märchenprinzen (Luis Kriner) und einer akrobatischen Tanzeinlage das Publikum begeisterten. „Wir kommen nun schon viele Jahre zum Feuerwehrball nach Wallgau, und es ist jedes Mal aufs Neue witzig, was sich die Jungs einfallen lassen“, so Katharina aus Garmisch. VON REGINA BERWEIN