Am Samstag spielten zwei junge Mädchen auf einem zugefrorenen Weiher in Fürth. Plötzlich bricht die Eisdecke und reist beide ins Wasser. Ihr Glück: Ein 28-jähriger Passant kommt zufällig vorbei.
Fürth – „Es ging alles so schnell“, sagte Andreas Paksa im Gespräch mit dem BR. Der 28-Jährige wurde am Samstag, 13. Januar, unerwartet zum Lebensretter: Er und seine Freundin seien gerade mit dem Hund unterwegs gewesen, als sie die Hilferufe hörten. Zwei Mädchen, neun und zehn Jahre alt, sind beim Spielen auf einem zugefrorenen Weiher in zu dem Zeitpunkt bereits im Eiswasser gewesen, hielten sich laut Paksa nur noch an den Bruchstellen der Eisfläche fest, um nicht unterzugehen.
Retter nähert sich bäuchlings
Was dann folgte, war eine mutige Aktion, die den beiden Mädchen vermutlich das Leben gerettet hat: Während seine Freundin den Notruf wählte, habe Paksa seine Jacke ausgezogen und sich bäuchlings auf das Eis begeben. Gegenüber dem BR schildert er die Rettungsaktion: Gut vier Meter sei er zu den Mädchen gerobbt, mehrfach habe er ihnen die Hundeleine zugeworfen. Bis schließlich eine der Beiden sie zu fassen kriegte und an Land zog. Wenig später, schaffte er es auch das zweite Mädchen zu retten.
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Woher er gewusst habe, in einer solchen Gefahrensituation richtig zu reagieren? Das wisse er selbst nicht, sagte Paksa gegenüber dem BR. Jedoch könne er sich erinnern, vor Jahren einen Info-Flyer der Deutschen Lebensrettungs-Gesellschaft (DLRG) in den Händen gehalten zu haben. Dank des beherzten und richtigen Eingreifens des 28-Jährigen, konnten die Mädchen sogar noch vor Eintreffen der Rettungskräfte aus dem Eiswasser gerettet werden. Beide wurden wegen Verdacht auf Unterkühlung in ein Krankenhaus gebracht.
Einbruch ins Eis: Korrektes Verhalten im Ernstfall ist entscheidend
Wenn eine Person durch die Eisdecke eines Sees bricht, drängt die Zeit. Retter, wie Paksa, dürften dabei aber die eigene Sicherheit nicht vergessen. Die korrekte Technik sei entscheidend: Man müsse sich bäuchlings auf dem Eis fortbewegen, um das Gewicht bestmöglich zu verteilen und nicht selbst einzubrechen. Ein Restrisiko bestehe aber trotzdem – das müsse man wissen. Wer einem anderen aus einer solchen Situation hilft, riskiert auch sein eigenes Leben.
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