Chameneis geheimer Fluchtplan: So will der Iran-Führer sich und seine Milliarden retten

Irans oberster Führer Ayatollah Ali Chamenei soll laut einem Bericht der britischen Zeitung „The Times“ einen Fluchtplan entwickelt haben. Dieser Plan, genannt „Plan B“, sieht vor, dass der 86-Jährige mit 20 engen Vertrauten, darunter Familienmitglieder und Berater, nach Russland flieht, falls die landesweiten Proteste weiter eskalieren.

Chamenei bewundert angeblich Putin

Laut der „Times“ umfasst der Fluchtplan auch die Sicherung von Chameneis umfangreichem Vermögen, das auf etwa 95 Milliarden Dollar geschätzt wird. Dieses Vermögen beinhaltet unter anderem die mächtige Setad-Organisation sowie ein Netzwerk halb-staatlicher Stiftungen. 

Ein ehemaliger israelischer Geheimdienstmitarbeiter sagte der „Times“, dass Russland die einzige Option für Chamenei sei. Der iranische Führer habe bereits betont, dass er Wladimir Putin bewundere und die iranische Kultur der russischen ähnlich sei.

Eine Flucht nach Moskau würde Parallelen zum Weg des ehemaligen syrischen Diktators Baschar al-Assad im Jahr 2024 aufweisen, als sein Regime zusammenbrach. Assad lebt heute unbehelligt in Russland und arbeitet wieder in seinem Beruf als Augenarzt. 

Jahrelang unterstützte Kremlchef Wladimir Putin den syrischen Machthaber Baschar al-Assad. (Archivbild)
Jahrelang unterstützte Kremlchef Wladimir Putin den syrischen Machthaber Baschar al-Assad. (Archivbild) Foto: Alexei Druzhinin/Sputnik Kremlin Pool Photo via AP/dpa

Proteste dauern weiter an

Die vor allem von einer Wirtschaftskrise und sehr hoher Inflation ausgelösten Proteste im Iran dauern inzwischen seit gut einer Woche an. Dabei sollen einer Menschenrechtsorganisation zufolge bislang mindestens 19 Demonstranten getötet worden sein. Hunderte weitere seien verletzt und festgenommen worden, teilte Iran Human Rights mit Sitz in Oslo am Sonntag mit. Zudem sollen die Behörden zumindest in einigen Gebieten schwere Waffen eingesetzt haben, um Proteste niederzuschlagen.