Es waren wieder beeindruckende Zahlen, die der Erste Kommandant Peter Gröbl von der Freiwilligen Feuerwehr Garmisch für seine Wehrmänner und die Ehrengäste parat hatte. Nicht weniger als zu 376 Einsätzen wurden die Freiwilligen gerufen, daneben gab es noch 76 Übungen aller Art zu absolvieren.
Garmisch-Partenkirchen –Nach dem Eröffnungsmarsch der Musikkapelle Garmisch eröffnete aber erst einmal der Vorsitzende Frank Richling im Beisein zahlreicher Wehrmänner, Kommunalpolitiker und Delegationen der Blaulicht-Familie die 157. Hauptversammlung der Wehr in der Bayernhalle. Und er durfte dabei viele anerkennende Worte an seine Helfer aussprechen. Etwa an jene, die sich um die Altkleidercontainer kümmern, die Aufnäher an den Uniformen anbringen, die Fahnenabordnung stellen, Ehrenurkunden gestalten oder sich um die historischen Fahrzeuge und Gerätschaften kümmern. Dann war auch schon der Peter Gröbl an der Reihe, der von einem “anspruchsvollen Jahr 2024” sprach und auf die besonderen Herausforderungen seiner 147 aktiven Mitglieder zurückblickte.
Wenn etwa in einem Container 40 Kubik Elektroschrott lichterloh brennt oder hervorgerufen durch Lithium-Batterien ein E-Scooter hochgiftige Dämpfe in einem Wohnhaus entwickelt. “Unglaublich, was ein relativ kleines Akku-Paket für einen Schaden anrichten kann”, urteilte dazu Gröbl. Auf die Helfer - die Garmischer Wehr ist eine der fünf Stützpunktfeuerwehren des Landkreises, kamen aber auch andere Höhepunkte im Einsatzjahr zu. So mussten die BMW-Motorrad Days begleitet und insbesondere das Alpenregionstreffen der Gebirgsschützen mit etwa 10.000 Teilnehmern abgesichert, sowie die Reisebusse geleitet werden. Zu einem Hilfeleistungseinsatz in den Landkreisen Dachau und Pfaffenhofen machten sich Helfer der Wehr im Juni 2024 auf, ebenso zu einem Hilfstransport im August in die Ukraine.
Weitere überörtliche Einsätze musste insbesondere der Kranwagen der Wehr leisten – wie etwa bei der Montage eines Notdachs in Grafenaschau. “Die Einsätze teilten sich auf in 133 der Technischen Hilfeleistung, 78 mal wurden wir zu Bränden gerufen, weiterhin absolvierten wir 96 Sicherheitswachen, 6 ABC-Einsätze. Hoch ist auch die Zahl der Brandmeldeanlagen-Einsätze und Fehlalarmierungen mit ganzen 63”, berichtete Gröbl.
Vertrauen in die Wehr
Die Erste Bürgermeisterin Elisabeth Koch (CSU) sieht im Besuch des Feuerwehr-Jahrtags “keinen reinen Pflichttermin”. “Ihr sollt wissen, im Rathaus sitzt jemand, der mit Interesse das Geschehen beobachtet. Wir können uns auf unsere Wehren stets verlassen, ihr seid immer einsatzbereit”, dankte Koch. Ebenso sprach Harald Kühn (CSU) von einer “beeindruckenden Bilanz der Wehr”. “Ihr seid ein elementarer Baustein für die öffentliche Sicherheit”, so der Landtagsabgeordnete.
Dem schloss sich Landrat Anton Speer (Freie Wähler) an. “Ihr leistet eine gute Arbeit zum Wohle von Garmisch-Partenkirchen und des Landkreises”, betonte Speer. Auch Andreas Küspert, der neue Kreisbrandrat, stellte gerade das “überörtliche Engagement der Garmischer mit Personal und Material” heraus. Sein Vorgänger Johannes Eitzenberger, der Vorsitzende des Landes-Feuerwehr-Verbandes, hatte dann nach weiteren Ehrungen die Aufgabe, zwei Kameraden der Wehr mit dem Ehrenkreuz in Silber des Bayerischen LFW-Verbandes auszuzeichnen.
Dies waren die beiden Hauptlöschmeister Bernhard Kraus und Thomas Maurer. Weiterhin durfte sich gerade Ignaz Maurer über die seltene Auszeichnung für 75 Jahre Zugehörigkeit zum Feuerwehrverein freuen.