Aufbau neuer Wohngruppe im Dominikus-Ringeisenwerk in Breitbrunn: Betreuer gesucht.
Breitbrunn - Noch sind die Gänge der neuen Wohngemeinschaft leer, die Tische im großzügigen Essbereich an die Seite geschoben, die Wände kahl. Doch genau diese Leere birgt eine besondere Chance. „Wir haben hier die Möglichkeit, etwas ganz Neues zu gestalten – einen Ort, der ein gutes Zuhause für die Menschen sein kann, die hier leben, aber auch ein attraktiver Arbeitsplatz für alle, die sich uns anschließen“, sagt Marcella Rau. Sie ist bereits seit mehreren Jahren im Dominikus-Ringeisen-Werk (DRW) tätig und begleitet nun den Aufbau der neuen Wohngemeinschaft „Katharina“ in Breitbrunn.
Im „Kloster“, wie die Einrichtung unter den Einheimischen genannt wird, arbeiten rund 120 Mitarbeitende mit Menschen mit geistiger Behinderung oder Intelligenzminderung, die häufig zusätzlich körperliche oder psychische Beeinträchtigungen haben und auf intensive Unterstützung angewiesen sind. Die Mitarbeitenden sind Fachkräfte wie Heilerziehungspfleger, Erzieher oder Altenpfleger, aber auch Helferberufe und Quereinsteiger. Ihre Klienten leben in aktuell sieben Wohngemeinschaften mit durchschnittlich zehn Bewohnern und besuchen verschiedene Förderstättengruppen. Einrichtungsleiterin Kathrin Stephanskirchner betont: „Wir verstehen uns als Lebensbegleiter der Klienten und sind stolz darauf, diese verantwortungsvolle Aufgabe als Team gemeinsam zu erfüllen.“
In den kommenden Monaten soll die neue Wohngemeinschaft entstehen, in der neun Menschen mit geistiger oder mehrfacher Behinderung ein Zuhause finden werden. Das Dachgeschoss der Einrichtung wurde eigens von der St. Josefskongregation umgebaut und bietet nun moderne, helle Räume. Denn die Nachfrage ist groß. „Wir haben täglich Anfragen“, so Kathrin Stephanskirchner. Viele davon kommen aus der Region. Insgesamt werden aktuell 72 Menschen in Breitbrunn betreut, zu 98 Prozent leben sie in den Wohngruppen, einige wenige sind Externe.
Die Schwestern hatten die soziale Arbeit in Breitbrunn aufgebaut und 1996 das Dominikus-Ringeisen-Werk in eine Stiftung überführt. „Das Beste ist der große Gruppenraum mit der offenen Küche. Hier können wir bequem zusammenkommen und gemeinsame Aktivitäten erleben. Und natürlich die riesige Terrasse – ich sehe uns schon im Sommer dort grillen oder einfach die Sonne genießen“, sagt Marcella Rau. Ihre Vorfreude ist spürbar. „Die ersten Teammitglieder haben wir bereits gefunden. Wir sind hoch motiviert und haben viele Ideen, aber wir brauchen noch mehr Unterstützung, um die Gruppe tatsächlich eröffnen zu können.“
„Wir hoffen, dass wir sowohl Fachkräfte als auch Quereinsteiger begeistern können, sich hier aktiv einzubringen und mitzuwirken. Je mehr Ideen zusammenkommen, desto besser“, betont Kathrin Stephanskirchner. Dabei legt die Einrichtungsleiterin besonderen Wert auf einen respektvollen Umgang – sowohl mit den zukünftigen Bewohnern als auch innerhalb des Teams. „Wir sind überzeugt, dass es uns gelingt, hier einen guten Raum für alle zu schaffen. Wenn alles gut läuft und wir genügend neue Mitarbeitende finden, können wir im Sommer eröffnen“, sagt sie. Zu erreichen ist die Einrichtung unter drw.de, Stichwort Förderstätte Breitbrunn, oder unter (0 81 52) 923 01 33.