Mann kauft jedes Jahr hässlichsten Weihnachtsbaum — aus einem rührenden Grund

Es ist eine der wichtigsten Traditionen an Weihnachten: Das Aufstellen des Weihnachtsbaumes gehört für die meisten Christen zum Fest unumgänglich dazu. Beim Kauf des Baumes steht die Herausforderung an, das schönste Exemplar für zuhause zu finden. Oder doch nicht?

Mann aus Litauen kauft jedes Jahr hässlichsten Weihnachtsbaum

Der litauische Bankangestellte Marius Plitninkas dreht den Spieß seit zehn Jahren einfach um. Der Mann aus Vilnius geht mit seinen Söhnen jedes Jahr zum selben Weihnachtsbaumverkauf und sie suchen nach dem hässlichsten Baum, den sie finden können. 

Das erzählte Plitninkas im Interview mit dem litauischen Rundfunksender "LRT". Diese bewusste Entscheidung spiegele demnach seine Lebensphilosophie wider. "Heutzutage neigen Kinder dazu, Markenartikel, Standardware und VIP-Produkte zu wählen, und ich möchte ihnen zeigen, dass es auch anders geht", so der Bankangestellte.

So sah ein Weihnachtsbaum der letzten Jahre bei Familie Plitninkas aus.
So sah ein Weihnachtsbaum der letzten Jahre bei Familie Plitninkas aus. Privat

"Hässlicher" Weihnachtsbaum plötzlich nicht mehr hässlich

In der Natur würden ja verschiedene Bäume wachsen, meint Plitninkas. Und wenn die Familie das "hässliche" Exemplar erstmal im Wohnzimmer aufgestellt und geschmückt hat, sehe der Baum meistens doch sehr schön aus: "Meine Familie und ich scherzen immer, dass wir es wieder einmal nicht geschafft haben, einen hässlichen Weihnachtsbaum auszusuchen — und stattdessen wieder einen wunderschönen bekommen haben".

Plitninkas und seine Familie möchten mit dieser Tradition darauf aufmerksam machen, dass in unserer Gesellschaft niemand unberücksichtigt bleiben sollte. Bei Bäumen, so Plitninkas, würden Wert und Schönheit schließlich nicht nur durch Symmetrie bestimmt werden.