Alarmstufe Rot in Italien: Auswärtiges Amt warnt Reisende in mehreren Urlaubsregionen

  1. Startseite
  2. Welt

Kommentare

Eine Hitzewelle mit bis zu 40 Grad breitet sich in Italien aus. Das Auswärtige Amt hat seine Reisehinweise für das beliebte Urlaubsland aktualisiert.

Rom – Eine beispiellose Hitzewelle bringt die Ferienträume deutscher Urlauber ins Wanken. Während normalerweise zahlreiche Bundesbürger ihre Sommerferien am Mittelmeer verbringen, sehen sich Reisende dieses Jahr mit extremen Wetter-Bedingungen konfrontiert, die selbst für das sonnenverwöhnte Italien außergewöhnlich sind.

Hitzewelle über Italien: Diese Urlaubsregionen sind besonders betroffen

Das Auswärtige Amt warnt deutsche Reisende vor der aktuellen Hitzewelle in Italien. Entsprechend wurden die Reisehinweise für Urlauber überarbeitet. „In den mittleren und südlichen Regionen Italiens, insbesondere auf Sizilien, herrscht aufgrund der aktuellen Wetterlage sowie ausbleibender Regenfälle bereits seit einigen Wochen erheblicher Wassermangel“, heißt es dort. „Die italienischen Behörden haben deshalb Dürre-Warnungen für betroffene Regionen Italiens ausgegeben.“

Sowohl Touristen als auch Einheimische stehen vor sengender Hitze mit Temperaturen von bis zu 40 Grad, wie ilmeteo.it meldet. Am schlimmsten trifft es die Toskana und die Region Latium. Doch auch in der Po-Ebene, in der Lombardei und in den Metropolen Mailand und Rom steigen die Thermometer weit jenseits der 30 Grad.

Extreme Hitze in Italien: Umweltbehörde spricht von „kritischem Zustand“

Dabei hat der ausbleibende Niederschlag der vergangenen Wochen zu Wasserknappheit geführt. Dramatisch kritisch zeigt sich die Lage im Süden und in der Mitte des Landes. Die italienische Umweltbehörde ISPRA hat dort bereits die mittlere Warnstufe für Dürre ausgerufen.

Menschen suchen Schutz vor der Hitze in Italien.
Menschen suchen Schutz vor der Hitze in Italien. © Luca Bruno/dpa

Für die beliebte Urlaubsinsel Sizilien gilt sogar die höchste Alarmstufe Rot. Das bedeutet der Behörde zufolge: „Es herrscht ein kritischer Zustand, der nicht vorhersehbar ist.“ Die Wasserressourcen reichen nicht mehr aus. Bereits jetzt macht sich die Hitze in den Krankenhäusern bemerkbar: Die Zahl der Fälle in Notaufnahmen ist gestiegen. Hauptsächlich ältere und immungeschwächte Menschen leiden unter den extremen Bedingungen, erklärte Mario Guarino, Vizepräsident der Italienischen Gesellschaft für Notfallmedizin (Simeu), der italienischen Nachrichtenagentur Ansa.

Hitze-Höhepunkt in Sicht: So schützen sich Urlauber bei hohen Temperaturen

Eine Abkühlung ist vorerst nicht in Sicht. „Der Höhepunkt der Hitzewelle wird zwischen Samstag, dem 28. Juni, und Mittwoch, dem 2. Juli, erwartet. In diesem Zeitraum können die Temperaturen im Süden auf 45 Grad steigen, stellenweise sogar bis zu 46 oder 47 Grad erreichen“, prognostizierte Meteorologe Gernot Schütz von wetter.com.

Für die Menschen in Italien werden die nächsten Tage also besonders anstrengend. Auch in Deutschland droht eine Hitzewelle mit Temperaturen über 30 Grad. Dabei ist die Hitze auf den Körper nicht zu unterschätzen. Das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit hat daher einige Tipps:

  • Körperliche Aktivitäten und Erledigungen in die kühleren Morgen- und Abendstunden verlegen
  • Wohnung und sich selbst möglichst kühl halten
  • Ausreichend trinken und leicht essen
  • Nur mit Sonnenschutz ins Freie gehen
  • Arzneimittel auf Hitzeverträglichkeit prüfen
  • Auf Ältere und Kinder achten

Einige Tricks können zudem bei Kreislaufproblemen im Sommer helfen. (kas)

Auch interessant

Kommentare

Информация на этой странице взята из источника: https://www.merkur.de/welt/alarmstufe-rot-in-italien-auswaertiges-amt-warnt-reisende-in-mehreren-urlaubsregionen-zr-93807463.html