Die Gemeinde Ismaning schafft in diesem Jahr mehr Platz: Erste Abteilungen ziehen in den Rathaus-Erweiterungsbau, und auch das Gymnasium wächst.
Ismaning – Die Gemeinde Ismaning ist ein schöner Ort mit viel Lebensqualität. Doch es gibt Orte mit einer unangenehmen Enge. 2024 steht im Zeichen der Beseitigung dieser Platznot in der Rathausverwaltung sowie der Erweiterung des Gymnasiums.
Jahrelang suchte die Gemeinde nach Möglichkeiten, ausreichend Platz für die stetig wachsende Verwaltung zu schaffen. Das denkmalgeschützte Schloss darf nicht ausgebaut werden und bei den Nebengebäuden wäre eine Erweiterung nur dezent möglich gewesen. Deshalb baut die Gemeinde auf der anderen Seite des Hains mit dem Technischen Rathaus einen neuen Verwaltungssitz. Das Richtfest wurde bereits gefeiert (wir berichteten); diesen Sommer ziehen wichtige Verwaltungsbereiche wie EDV oder Bauamt ein. „Wir sind dann für die Zukunft gerüstet“, sagt Bürgermeister Alexander Greulich (SPD).
Gymnasium wächst
Im Herbst soll die Wiedereröffnung des Kallmann Museums erfolgen. Die Einrichtung im Schlosspark ist überregional bekannt und wird zum Ende des Jahres mit einem weiteren Ausstellungsraum und mehr Platz für Veranstaltungen wie die regelmäßigen Konzerte den Betrieb aufnehmen. Das seit 30 Jahren bestehende Museum wird generalsaniert und erweitert. Damit ist die Museumsmeile ebenso wie die wenige Meter entfernt sitzende Gemeindeverwaltung fit für die Zukunft. „Wir machen zehn Kreuze, wenn die Museumsbaustelle fertig ist“, sagt Greulich.
Eine unerwartete Aufgabe bekamen der Bürgermeister und die Gemeinderäte mit dem Gymnasium auf die Agenda. 2017 nahm die neue Schule in den Räumen eines ehemaligen Tagungshotels den Betrieb auf, sieben Jahre später platzt das Haus schon aus allen Nähten. Die Übertrittszahlen aus der Grundschule auf das Gymnasium liegen weit über den Prognosen, und deshalb sollte man eher heute als morgen fünfzügig werden. Im vergangenen Jahr wurde der nördliche Teil des einstigen Tagungszentrums abgerissen. „Wir müssen mit Hochdruck erweitern“, macht Greulich den Bedarf deutlich.
Feiern in Fischerhäuser
Zwei größere Festivitäten gibt es auch im Bereich Fischerhäuser. Am 1. Mai wird in dem Ortsteil der erste Maibaum nach der Pandemie aufgestellt, und wenig später erfolgt die Verkehrsfreigabe der Fuß- und Radbrücke über die Isar. Diese liegt nur wenige Meter von Fischerhäuser entfernt und sorgt für die direkte Verbindung zum Garchinger Forschungscampus samt des dortigen U-Bahnhofs. Für Studenten aus Ismaning wie Nutzer des ÖPNV aus Fischerhäuser bedeutet die Brücke abseits großer Straßen einen Quantensprung.
Darüber hinaus wird die Gemeinde Ismaning die Weichen stellen für kommunale Leuchtturmprojekte. So geht es bei der vorliegenden Planung der Seniorenwohnanlage an der Adalperostraße um den Abschluss der Zuschussvereinbarungen und die Umsetzung des Projektes. Einen Schritt zurück ist die dritte Grundschule der Gemeinde, die zwischen der künftigen Seniorenwohnanlage und der Sporthalle an der Aschheimer Straße entstehen soll. In der derzeitigen Planungsphase Null werden die benötigten Räume ermittelt. Schon jetzt reichen die Schülerzahlen an den beiden bestehenden Grundschulen aus für die Aufteilung auf drei Häuser. Speziell die Schule am Kirchplatz sehnt sich nach dem Zuwachs in der Ismaninger Schulfamilie.