Die Feuerwehr Walpertskirchen rüstet auf Digitalfunk um. Künftig sind nur noch an zwei Standorten Sirenen installiert.
Walpertskirchen – Die Sirenen der Feuerwehr Walpertskirchen werden umgesetzt und ertüchtigt. Das wurde in der Sitzung des Gemeinderats entschieden. Diese Maßnahme sei aufgrund der Umstellung von Analog- auf Digitalfunk nötig, hieß es von Seiten der Verwaltung. Außerdem stünden nicht mehr alle bisherigen Standorte zur Verfügung.
Bürgermeister Franz Hörmann (CSU) informierte in der Sitzung, dass die örtliche Freiwillige Feuerwehr eine Schallausbreitungsanalyse in Auftrag gegeben habe. Er dankte dem Feuerwehrkommandanten und CSU-Gemeinderat Fabian Fellermeier für die engagierte Arbeit –generell und auch für diese Untersuchung.
Das Gremium beschloss, die Sirene in Neufahrn an ihrem bisherigen Standort zu belassen. Jedoch soll sie digital ertüchtigt und damit auf den neuesten Stand der Technik gehoben werden. Das dafür erforderliche Funkgerät soll angeschafft werden.
Anders steht es um die Sirene im Hauptort Walpertskirchen: Deren bisheriger Standort soll vom alten Kindergarten auf das Feuerwehrhaus verlegt werden. Auch diese Anlage soll auf Digitaltechnik umgestellt werden, entsprechende Geräte werden angeschafft.
Gemäß der Schallausbreitungsuntersuchung wäre die Schule als Standort geringfügig besser geeignet gewesen als das Feuerwehrgerätehaus. Aber aus Sicht der Feuerwehr würden die Vorteile für den letztgenannten Standort überwiegen, informierte der Bürgermeister.
Zum einen sei das Gerätehaus das erste Gebäude, das im Falle eines Stromausfalls ins Netz eingespeist werde, was zur Folge habe, dass die Alarmierung längere Zeit über die Batteriepufferung hinaus gesichert sei.
Zum anderen könne die Wehr über das Funkgerät der digitalen Sirene im Alarmierungsfall auch zugleich die Haustechnik inklusive Türkontakt, Beleuchtung und gegebenenfalls Absaugung ansteuern. Damit spare man sich eine andere Lösung beispielsweise über Drittanbieter.
Nachdem der dritte Sirenen-Standort im Ortsteil Blumthal künftig nicht mehr zur Verfügung stehe, soll dieser aufgelöst werden, informierte Hörmann weiter. Um die Freiwilligen in diesem Ortsteil im Ernstfall weiterhin erreichen zu können, will man hier die Alarmierung durch digitale Pager ersetzen.