Ein 25-jähriger Motorradfahrer aus Dachau ist am Sonntagabend (26. Oktober) nach einem schweren Unfall an der Anschlussstelle Germering-Nord auf der A99 tödlich verletzt worden. Zuvor ist er durch seine gefährliche Fahrweise aufgefallen, wie die Polizei mitteilte.
Germering - Am 26. Oktober gegen 20.20 Uhr gingen bei der integrierten Leitstelle des Rettungsdienstes und bei den tangierten polizeilichen Einsatzzentralen der Polizei mehrere Mitteilungen zu einem gestürzten Motorradfahrer im Bereich der Anschlussstelle Germering-Nord auf der A99 in Fahrtrichtung Lindau ein.
Die erst eintreffende Streifenbesatzung der zuständigen Verkehrspolizeiinspektion Fürstenfeldbruck fand den Motorradfahrer, einen 25-jährigen Dachauer, bewusstlos neben seiner hochmotorisierten Yamaha, unter der Leitplanke liegend. Ersthelfer hatten bereits Reanimationsmaßnahmen beim Verunfallten eingeleitet und wurden nun von der Streifenbesatzung unterstützt. Nach kurzer Zeit konnte der Patient an den eintreffenden Rettungsdienst übergeben werden. Umfangreiche notfallmedizinische Maßnahmen zeigten in der Folge leider keine Wirkung, weshalb ein anwesender Notarzt vor Ort den Tod des 25-Jährigen feststellen musste.
Zeugen beobachten „halsbrecherische“ Fahrweise
Erste Anhörungen von unbeteiligten Augenzeugen ergaben, dass der Biker bereits beim Durchfahren des Tunnels Aubing durch seine „halsbrecherische Fahrweise“ aufgefallen war. Kurz vor der Anschlussstelle Germering-Nord hatte er Fahrzeuge auf dem Pannenstreifen überholt, um von dort auf den Verzögerungsstreifen zu gelangen. Da dieses Fahrmanöver bei sehr hoher, also nicht angepasster Geschwindigkeit, durchgeführt wurde, hatte der Fahrer etwa am Scheitelpunkt der Kurve die Kontrolle über das Kraftrad verloren und war unter die Leitplanke geraten.
Motorradler hatte keine Schutzkleidung
Im Rahmen der durch die VPI Fürstenfeldbruck geführten Todesermittlungen, wurden durch die sachleitende Staatsanwaltschaft München I erste Maßnahmen, insbesondere die Sicherstellung des Unfall-Motorrads, sowie eine Obduktion angeordnet. Trotz der Tatsache, dass der Unfallhergang durch Augenzeugen und noch auszuwertende Dashcam-Aufzeichnungen sehr gut dokumentiert zu sein scheint, bittet die Verkehrspolizeiinspektion Fürstenfeldbruck weitere Zeugen, welche sachdienliche Angaben machen können, sich unter der Telefonnummer: 089/89118-0 bei hiesiger Dienststelle zu melden.
Abschließend merkt die Verkehrspolizei FFB an , dass das fatale Verletzungsbild beim Verstorbenen nicht zuletzt auf den Umstand zurückzuführen ist, dass dieser keine geeignete Schutzkleidung trug. Er hatte sich mit einer Jogginghose und einer Softshelljacke auf die Fahrt begeben. Lediglich der getragene Helm hatte den Anforderungen entsprochen.
Die medizinischen Maßnahmen wurden durch einen Notarzt und eine RTW-Besatzung des BRK durchgeführt. Zur technischen Rettung, sowie zur Ausleuchtung und Absicherung der Unfallstelle, befand sich eine Gruppe der Feuerwache 6 der Berufsfeuerwehr München vor Ort. Die Maßnahmen der Rettungskräfte wurden durch Mitarbeiter der Autobahnmeisterei München – West flankiert, welche sich um die Reinigung der Unfallstelle kümmerten und die Sperrung der Abfahrt an der AS Germering-Nord von der Feuerwehr übernahmen. Die Abfahrt an der AS Germering – Nord in Fahrtrichtung München war im Zeitraum von 20.25 Uhr bis ca. 24 Uhr komplett gesperrt. Der Verkehr auf der Hauptfahrbahn in Fahrtrichtung Lindau war durch den Einsatz kaum beeinträchtigt.
An dem Motorrad entstand ein Totalschaden, welcher auf ca. 15.000 Euro geschätzt wurde. An verkehrstechnischen Einrichtungen, insbesondere an der betroffenen Leitplanke, entstand ein Schaden von ca. 800 Euro.