Ein Bürger in Oberhaching glaubt, dass ein Grundstück nicht auf Altlasten untersucht wurde. Er befürchtet Gefahren fürs Grundwasser.
Oberhaching - Noch bis in die 1970er Jahre wurde Hausmüll oftmals bedenkenlos in Gruben entsorgt. Der Oberhachinger Anton Sewald hatte in der Bürgerversammlung im April allerdings behauptet, dass eine sogenannte Altlastenverdachtsfläche an der Ecke Sauerlacher und Dietramszeller Straße nicht untersucht wurde, um etwaige Gefahren für das Grundwasser auszuräumen.
Gutachten erstellt
Wie jetzt die Verwaltung den Mitgliedern des Umwelt- und Verkehrsausschusses berichtete, wurde bereits im Jahr 2020 ein entsprechendes Gutachten erstellt. Im Zuge der Vorplanungen zur Verbreiterung der Sauerlacher Straße hatten sich Hinweise ergeben, dass in diesem Bereich von etwa 1950 bis 1970 Hausmüll abgelagert wurde. Der Grubenverlauf war auf Luftbildern von 1949 bis 2018 zu erkennen. Ein Ingenieurbüro wurde umgehend mit einem Gutachten beauftragt. Es zeigte sich, dass „ein Eintrag von Schadstoffen inklusive Schwermetallen über den Sickerwasserpfad ins Grundwasser nicht nachweisbar und auch künftig nicht zu erwarten ist“. Die Gemeinde sorgte daraufhin für eine fachgerechte Entsorgung des Mülls.
Zweifel an Ergebnissen
Sewald, der bei der Sitzung anwesend war, erklärte nach der Vorstellung des Gutachtens, dass sein Antrag nicht richtig behandelt worden sei. Bürgermeister Stefan Schelle (CSU) wies ihn darauf hin, dass eine Wortmeldung von Bürgern während einer Sitzung laut Gemeindeordnung nicht gestattet ist, was Sewald jedoch nicht abhielt, sich weiter zu äußern und von Gefahren für die Gesundheit zu sprechen und damit die Ergebnisse des Gutachtens anzweifelte. Anschließend verließ er die Sitzung.