Königlicher Gast angekommen: Sultan vom Oman verbringt Sommerurlaub in Garmisch-Partenkirchen

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Die königliche Familie von Oman: Sultan Haitham bin Tariq Al Said (M.) mit Ehefrau Sayyid Ahad bint Abdullah bin Hamad Al Busaidiyah und seinem ältesten Sohn Sayyid Theyazin bin Haitham Al Said 2022 in Garmisch-Partenkirchen. © royalomanfamily/instagram

Garmisch-Partenkirchen ist ein Wohlfühlort für Haitham bin Tariq Al Said, den Sultan vom Oman, und seine Familie. Seit Montag weilen er und sein Gefolge wieder am Kramerplateau. Für freie Fahrt vom Flughafen sorgte die Polizei.

Garmisch-Partenkirchen - Den Thron hat er von seinem Cousin Qabus bin Said geerbt. Auch ein Anwesen am Fuß des Kramers. Und vor allem die Liebe zu Garmisch-Partenkirchen. Haitham bin Tariq Al Said, der Sultan vom Oman, verbringt wieder seinen Sommerurlaub im Werdenfelser Land. „Eine Ehre“, findet Walter Rutz, Geschäftsführer von GaPa Tourismus. Das Staatsoberhaupt sei sicher wie schon vor ihm sein Cousin mitverantwortlich, dass die Marktgemeinde in der arabischen Welt bekannt und vor allem als Urlaubsziel sehr beliebt ist.

Am frühen Montagnachmittag ist die Privatmaschine des Sultans, eine Boeing 747 HO BBJ, auf dem Münchner Flughafen gelandet. Dort standen der silberfarbene Rolls Royce für den 69-jährigen Herrscher und seine Familie sowie sieben schwarze Mercedes-Vans für seine Entourage – dem Vernehmen nach wird er von 50 Vertrauten begleitet – bereit. Außerdem ein großes Polizeiaufgebot. Dieses begleitete die Kolonne nach Garmisch- Partenkirchen. „Und hat vor allem für freie Fahrt gesorgt“, bestätigt Erster Polizeihauptkommissar Hubert Hohenleitner. Zum genauen Ablauf äußert er sich mit Verweis auf die protokollarischen Regeln für den Besuch eines Staatsoberhaupts nicht. Klar ist, dass er und seine Kollegen von der hiesigen Inspektion „ein verstärktes Augenmerk“ auf die hohen Gäste und das Anwesen an der Maximilianshöhe haben.

1974 hatte sein Cousin das Areal am Kramerplateau gekauft. Angeblich für elf Millionen Mark. Sukzessive baute er es aus. Mittlerweile umfasst das Alpen-Königreich des Sultans, wie es die Boulevard-Zeitung Bild nennt, um die zehn Gebäude, darunter ein Gäste- und Ärztehaus. „In Garmisch-Partenkirchen war er glücklich“, sagte sein Hausmeister nach dem Tod von Qabus bin Said. Das gilt offenbar auch für seinen Nachfolger. Ein Bild der königlichen Familie vor dem Zugspitzmassiv von 2022 zeugt davon. Aber auch ein Schnappschuss aus dem vergangenen Jahr, der Haitham bin Tarek Al Said lässig mit Turnschuhen, Sonnenbrille und Hut beim Bummel durchs Garmischer Zentrum zeigt. Das unterscheidet ihn von seinem Cousin, der stets sehr zurückgezogen blieb und von der Öffentlichkeit unbemerkt die Werdenfelser Bergwelt genoss.

Sicherheitsdienst und Polizei in ständiger Verbindung

Mit dem Sicherheitsdienst des Sultans pflegt die hiesige Polizeiinspektion „ein offenes, transparentes Verhältnis“, sagt Hohenleitner. „Wir stehen in ständiger Verbindung, das läuft sehr gut.“ Der hohe Gast sei genau wie sein Gefolge ausgesprochen angenehm.

„Das sind Gäste von hohem Niveau“, bestätigt Rutz. Die wissen nicht nur die einmalige Natur und den beeindruckenden Bergblick zu schätzen, sondern auch das gastronomische Angebot und die Einkaufsmöglichkeiten vor Ort. Den Tourismuschef freut, dass es ihnen im Ort gefällt. Außerdem, dass sie weitere arabische Gäste nach sich ziehen. Auch wenn insgesamt weniger von ihnen kommen als noch vor einigen Jahren.

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