Insgesamt war der Karnevalssonntag (2. März) im Rheinisch-Bergischen Kreis friedlich verlaufen. Etwa 85.000 Zuschauerinnen und Zuschauer zog es in die Innenstadt von Bergisch Gladbach, um den im Kreis größten Karnevalsumzug zu beobachten.
Zuschauer melden Mann mit Hakenkreuz-Kostüm
Wie die zuständige Polizeibehörde mitteilte, mussten die Beamten nur sehr selten in das Geschehen einschreiten. Trotz zehntausender Besucher, musste die Polizei nur einen Platzverweis aussprechen. Zudem wurde während der Karneval-Feier in der nordrhein-westfälischen Stadt eine Strafanzeige wegen Körperverletzung erstattet.
Während des Karnevalumzugs in Bergisch Gladbach kam es jedoch zu einem Vorfall, der die Polizei für einen dritten Zwischenfall auf den Plan rief. Zuschauer des Umzugs hatten eine verkleidete Person gemeldet, die einen Helm mit einem aufgemalten Hakenkreuz trug.
Polizei leitet Ermittlungsverfahren ein
Die zuständigen Beamten leiteten noch vor Ort ein Ermittlungsverfahren gegen den Karnevalisten wegen der Verwendung von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen ein. Ansonsten ereignete sich die Veranstaltung laut Polizeiangaben ohne besondere Vorkommnisse.
Trotz großer Menschenmengen verliefen die restlichen Veranstaltungen in Overath, Heiligenhaus und Immekeppel störungsfrei, so die Polizei Rhein-Berg. In Rösrath-Forsbach und Rösrath-Hoffnungsthal blieb es ebenfalls friedlich.
Polizei meldet zahlreiche Straftaten bei Kölner Karneval
Beim größten Karnevalsumzug in Köln meldete die Polizei allerdings mehr Straftaten. Die Polizisten sprachen schon zum Auftakts des Straßenkarnevals am vergangenen Donnerstag zahlreiche Platzverweise aus und nahmen 14 Personen in Gewahrsam.
Die Polizei führte zudem mehr als 210 Kinder- und Jugendschutzkontrollen durch und stellte bei rund 370 Messerkontrollen unter anderem sieben täuschend echt aussehende Waffen sowie mehrere Messer sicher. Nach derzeitigen Erkenntnissen wurden laut Polizeiangaben außerdem zwei Frauen vergewaltigt.