Maria Furtwängler beim Korbinians-Kolleg am Tegernsee: Einsatz für Erhalt der Natur gefordert

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Die Reihen waren voll besetzt, als Maria Furtwängler im Spa & Resort Bachmair Weissach ihren Vortrag hielt. Auch viele Wegggefährten waren gekommen. © Thomas Plettenberg

Bekannt ist Maria Furtwängler vor allem als „Tatort“-Kommissarin: Nun sprach die Schauspielerin vor rund 300 Gästen als Gastdozentin beim Korbinians-Kolleg am Tegernsee.

Weissach – Eigentlich sollte Kulturstaatsminister Wolfram Weimer den jüngsten Vortragsabend im Rahmen des Korbinians-Kollegs im Spa & Resort Bachmair Weissach bestreiten. Er hatte aus Termingründen abgesagt. Doch es fand sich prominenter Ersatz: Die Schauspielerin („Tatort“), Ärztin und Wissenschaftlerin Maria Furtwängler beleuchtete im voll besetzten Saal des Hotels vor rund 300 Zuhörern gemäß dem Motto des aktuellen Semesters die Vereinbarkeit von Ökonomie und Ökologie. Am Ende stand ein emotionaler Appell der Dozentin an jeden Einzelnen, die Liebe zur Natur zu pflegen.

Hotelier und Gastgeber Korbinian Kohler begrüßte die Zuhörerschaft und seine „liebe Berggeh-Freundin“ Maria Furtwängler „in den wärmsten Worten“, wie es in einer Pressemitteilung heißt. Kohler und Professor Karsten Fischer, Kurator des Korbinians-Kollegs, würdigten demnach die vielseitigen Interessen und das Engagement der Gastrednerin, die zuletzt auch mit Dokumentarfilmen zum Insektensterben und Biodiversität überzeugt habe. Themen, die auch an diesem Abend im Mittelpunkt stehen sollten.

Der Kampf für ökologische Vielfalt und Nachhaltigkeit müsse nicht im Gegensatz zu ökonomischen Ansprüchen stehen, lautete die Kernbotschaft des einstündigen Vortrags Furtwänglers, für den auch zahlreiche Wegbegleiter sowie Mutter Kathrin Ackermann und Tochter Elisabeth ins Spa & Resort Bachmair Weissach gekommen waren.

Eindringlich machte Furtwängler deutlich, dass das Netz des Lebens um uns herum derzeit unwiederbringlichen Schaden nehme. Deshalb dürften Themen wie Klimawandel und Biodiversität in der gesellschaftlichen Debatte nun keinesfalls zurückgestellt werden. Die klare politische Forderung der Rednerin lautete: In die Natur müsse heute genauso investiert werden, wie etwa in die kritische Infrastruktur.

Laut Pressemitteilung nahm Furtwängler auch globale Aspekte des Klimawandels und der Ressourcenausbeutung unter die Lupe, die längst auch wirtschaftliche Auswirkungen hätten. An ihre alarmierenden Feststellungen schloss sie die Aufforderung an jeden Einzelnen an, die Liebe zur Natur mit einem Verantwortungsgefühl für die Zukunft zu verknüpfen. Schließlich stehe sogar in der Bayerischen Verfassung, dass für die kommende Generation Sorge zu tragen sei. „Die Zeit ist also reif für einen bewahrenden Konservativismus“, sagte Furtwängler.

Nach dem Appell der Dozentin folgte eine Diskussionsrunde mit vielen Wortbeiträgen aus dem Publikum, wie das Spa & Resort Bachmair Weissach berichtet. Die Themen Landwirtschaft, Lokalpolitik, aber auch die Frage nach globalen Zusammenhängen und geopolitischer Gerechtigkeit seien eingehend mit den Zuhörern diskutiert worden.

mm