Nach Monaten des Suchens die traurige Gewissheit: Wanderer entdecken die Leiche eines seit Dezember vermissten Mannes im Wald bei Meran.
Meran – Zwei deutsche Wanderer entdeckten am Sonntag (11. Mai) im Wandergebiet Meran 2000 in Italien die verweste Leiche eines Mannes. Der Fundort lag unterhalb eines Wanderweges im Bereich des Ochsenbodens auf über 1800 Metern Höhe. Kurz nach der Entdeckung stand fest: Bei dem Toten handelt es sich um einen seit Dezember vergangenen Jahres vermissten 61-jährigen Südtiroler.
Südtiroler Polizei bestätigt Identität – Vermisster aus Meran tot aufgefunden
Die beiden deutschen Wanderer waren Berichten der Nachrichtenportale Stol und Südtirol News zufolge vom Naifjoch in Richtung Ilfinger-Klettersteig und Gsteier unterwegs, als sie eine orange Jacke abseits des Weges im Wald bemerkten. Sie entschlossen sich nachzusehen und fanden die Leiche. Die gegen 11.20 Uhr alarmierten Rettungskräfte und die Polizei konnten den Toten anhand eines Ausweises in der Jackentasche schnell als den 61-jährigen vermissten Mann aus Meran identifizieren.
Genaue Todesursache noch unklar, doch Polizei schließt Gewaltverbrechen aus
Der Bruder des vermissten Südtirolers hatte sein Verschwinden im Dezember vergangenen Jahres gemeldet. Die genaue Todesursache ist noch unklar. Wie Alto Adige berichtete, konnte die Polizei eine Gewalttat oder einen Unfall jedoch ausschließen. Demnach könnte der Mann wegen eines akuten medizinischen Notfalls oder an einer Erkrankung gestorben sein. Dem Verwesungszustand der Leiche nach zu urteilen, war der Südtiroler offenbar bereits länger tot.
Im vergangenen Jahr hatte es einen ähnlichen Fall in Südtirol gegeben, damals fand ein Wanderer bei Verschneid eine Leiche. Anderswo in Südtirol hatte lang anhaltender Regen unlängst für einen erfreulicheren Fund gesorgt: In den Dolomiten entdeckten Wissenschaftler außergewöhnliche Fossilien.