Rund um die geplante Obdachlosenunterkunft informiert das Echinger Rathaus am Donnerstag bei einem Treffen mit den Anwohnern. Auch Fragen werden beantwortet.
Eching – Die Gemeinde Eching lädt alle Anwohner des Bereichs östliche Kleiststraße und nördliche Goethestraße zu einer Informationsveranstaltung am Donnerstag, 3. April, um 18 Uhr ins Bürgerhaus ein. Hintergrund ist der Beschluss des Bau-, Planungs- und Umweltausschusses vom 11. April, dass im Zuge der Erweiterung der Kleingartenanlage eine Unterbringung für obdachlose Gemeindebürgerinnen und -bürger in Form von Wohncontainern geplant werden soll.
Wohncontainer „günstigste und am schnellsten zu realisierende Option“
„Aktuell erfolgt die Unterbringung im Gebäude der „Alten Post” in der Bahnhofstraße. Dieses Gebäude ist aufgrund baulicher Mängel nicht mehr für Wohnzwecke nutzbar und die Gemeinde ist daher verpflichtet, eine andere Unterbringungsmöglichkeit zu schaffen“, teilt die Gemeinde in einer Pressemitteilung mit. Und weiter: „Als günstigste und am schnellsten zu realisierende Option wurde daher die Anschaffung von Wohncontainern im gemeindlichen Haushalt 2025 berücksichtigt. Die Gemeinde als Vertretung der Gesellschaft ist sowohl rechtlich als auch moralisch verpflichtet, diesen in Not geratenen Mitmenschen zu helfen und ihnen eine einfache Unterbringung zu bieten.“
Gemeinsam mit dem katholischen Männerfürsorgeverein (KMFV) übernimmt die Kommune so auch eine soziale Funktion in der Betreuung und Beratung der Bewohner. Ziel sei es, die wohnsitzlosen Menschen dabei zu unterstützen, wieder ein geregeltes Leben zu führen und eine eigene Wohnung zu finden. „Eine Unterbringung in der Obdachlosenunterkunft soll keine Dauerlösung darstellen und die Wohnungen sind daher in einem sehr einfachen, aber menschenwürdigen Zustand gehalten“, wie es in dem Schreiben weiter heißt.
16 Personen wohnen aktuell in der „Alten Post“
Die Bewohner entrichten demnach eine geringe Benutzungsgebühr an die Gemeinde Eching, sofern es ihnen möglich ist. Heute wohnen in der „Alten Post” 16 Personen. Das Zusammenleben der Nachbarschaft mit ihnen verläuft laut Gemeinde unauffällig: „Den Betreuungspersonen der Kommune und des KMFV sind aktuell keine gravierenden Konflikte mit Anwohnern bekannt.“
Bei der Standortwahl wurden verschiedene Örtlichkeiten geprüft, mit dem Ergebnis, dass der beschlossene Standort am besten geeignet ist. Kriterien waren unter anderem Erreichbarkeit sozialer Einrichtungen, Nähe zu ÖPNV (vor allem S-Bahn), Einkaufsmöglichkeiten, Kinderbetreuung und Schule sowie baurechtliche Rahmenbedingungen in Absprache mit dem Landratsamt. In der Anliegerversammlung wird das Konzept erläutert. Außerdem werden die Fragen der Anwohner von der Rathausverwaltung beantwortet.
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