Kochel: Montessori-Kinderhaus gehört seit 30 Jahren dazu

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Im Hof des Montessori-Kinderhauses in Kochel führen Kinder einen Tanz auf. © Sandra Gerbich

Seit 30 Jahren ist das Montessori-Kinderhaus in Kochel aktiv. Der runde Geburtstag wurde jetzt gefeiert. Für die Einrichtung gab es ein besonderes Lob.

Kochel - Vor 30 Jahren startete das Montessori-Kinderhaus mit gerade einmal 19 Kindern. Heute gehört es gemeinsam mit der gemeindlichen Einrichtung KoKiTa zu den etablierten Kinderbetreuungseinrichtungen in Kochel. Ausgelassen wurde im Kinderhaus der runde Geburtstag gefeiert. Die „Fuchs“-Gruppe des Montessori-Kinderhauses stand an diesem Tag gleich zweimal im Mittelpunkt des Jubiläumsfests ihrer Kita.

Das Montessori-Kinderhaus in Kochel feierte sein 30-jähriges Bestehen

Mit dem Geburtstagslied „Rundherum dreht sich die Erde, dass es immer Morgen werde...“ brachten die „Füchse“ rund 100 Kinder, Erzieherinnen und Erzieher sowie Eltern und ehemalige Wegbegleiter in Feierstimmung.

Und auch Kochels Bürgermeister Jens Müller (UWK) hatte ein lachendes Auge auf die „Fuchs“-Kinder. Seine Schuhe, die er gern vor der Haustür stehen lasse, seien vor dem Fuchs nicht sicher. „Da muss ich mich ganz schön in Acht nehmen, dass sie nicht wieder geklaut werden“, hatte der Rathauschef eine Anekdote mit Wortwitz auf Lager.

Ganz nach dem Geschmack von Magdalena Hoiß, welche die Arbeit der Montessori-Pädagoginnen und -Pädagogen unter anderem als weltoffen und humorvoll beschrieb, „Wir sind richtig gut, in dem was wir tun: Kinder als unsere Gäste zu begleiten“, sagte die pädagogische Leiterin in ihrer kurzen Festrede.

Zwei Frauen in Dirndl und ein Mann stehen vor zwei Torten. Die linke Torte zeigt eine „3“, die rechte eine „0“.
Geburtstagstorte als Überraschung: (v.l.) Magdalena Hoiß (Pädagogische Leiterin), Hausleiterin Carla Albers sowie Kinderhaus-Vorstand Leonhard Laßmann. © Sandra Gerbich

Die Idee entstand 1991

Die Idee für ein Kinderhaus sei bereits 1991 aus einer Elterninitiative geboren worden, berichtete Kinderhaus-Vorstand Leonhard Laßmann. Ein Jahr später wurde der Förderverein gegründet. „Und im Mai 1995 öffneten die Türen unseres Kinderhauses zum ersten Mal“, blickte Leonhard zurück. Die Anfangsjahre seien nicht leicht gewesen. Bis 2008 musste die Gemeinde Kochel die Kosten für die Einrichtung allein stemmen - obwohl auch Kinder etwa aus Bichl und Seehausen die Kita besuchten. Den Erfolg nach all den Jahren wertete er als Ergebnis „unseres tiefen Glaubens an das, was wir tun“, so Laßmann.

Heuer die „Biber“ in die Alte Schule

Anfangs sei die 19-köpfige Gruppe von drei Mitarbeitern betreut worden, berichtete Hausleiterin Carla Albers. 2009 wurde eine erste Kinderkrippengruppe gegründet, 2024 kam eine zweite hinzu. Ein Jahr später öffnete eine weitere Kindergartengruppe. Erst Anfang dieses Jahres zogen die „Biber“ in die Alte Schule in Kochel ein. „Wir haben Meilensteine erreicht und stehen gleichzeitig am Anfang weiteren Wachstums“, sagte Laßmann. „Die Arbeit ist niemals fertig.“

Zwei Konzepte statt „Einheitsbrei“

Wenn ein Mensch 30 werde, sei dies häufig mit einem Abschied von der ewigen Jugend verbunden, sagte Rathauschef Müller. Mit 30 sei man im Erwachsenenalter angekommen, „wie ihr – erwachsen geworden und etabliert, die Strukturen stimmen.“ Es sei gut so, dass mit der KoKiTa und dem Montessori-Kinderhaus zwei verschiedene pädagogische Konzepte „statt eines Einheitsbreis“ in Kochel existierten. Die Idee, „Hilf mir, es selbst zu tun“ sei seiner Ansicht nach auch in den Schulen angekommen, in denen längst nicht mehr ausschließlich Frontalunterricht praktiziert werde und betonte die gute Zusammenarbeit zwischen der Einrichtung und der Gemeinde.

Toben und filzen

Im Anschluss an den offiziellen Teil konnten sich die Kinder unter anderem bei einem Parcours in der Turnhalle austoben sowie ein Kreativatelier und eine Filzstation besuchen. Und freilich gab es, wie es sich für einen solchen Geburtstag gehört, Kuchen und Getränke für Groß und Klein im Überfluss.

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