Ein ganz besonderes Exemplar einer Ape, die „Ape Aperitivo“, steht ab 5. Juli in der Dachauer Altstadt. Beim „Soft-Opening“ trafen sich Gastronom Johannes Schwarz, Schauspielerin Brigitte Walbrun und OB Florian Hartmann zu Prosecco, Wein sowie italienischen Aperitivi.
Dachau – Der Kleintransporter Ape – deutsch: Biene – gehört seit Jahrzehnten zum Straßenbild in Italien. Knatternd, zumeist schon leicht ramponiert und oft schwer beladen, kurvt das Gefährt zwischen Südtirol und Sizilien durch die Lande. Für Touristen gehört die Ape damit zum italienischen Lebensgefühl wie Pizza, Spaghetti und Gelato.
Ein ganz besonderes Exemplar einer Ape hat es jetzt über die Alpen verschlagen, in die Dachauer Altstadt. Der Gastronom Johannes Schwarz hat sich in einer speziellen Oldtimer-Manufaktur eine Ape zu einer kleinen, mobilen Bar umbauen lassen. Ab Samstag, 5. Juli, wird er damit den Sommer über vor dem Zieglerbräu parken und die Flaneure mit Prosecco, Wein sowie italienischen Aperitivi verwöhnen.
Damit die Dachauer aber schon einmal wissen, was für ein tolles Angebot da auf sie wartet, hat der 31-jährige, gebürtige Ingolstädter am Montagnachmittag zum „Soft-Opening“ geladen. Ehrengäste waren Oberbürgermeister Florian Hartmann und dessen TV-„Amtskollegin“ Brigitte Walbrun. In der Serie „Dahoam is Dahoam“ spielt Walbrun die Rolle der Rosi Brunner als Bürgermeisterin des fiktiven Dorfs Lansing.
Walbrun und Hartmann jedenfalls fanden Schwarz‘ Ape-Bar direkt toll. Walbrun lobte die „sehr mediterrane Altstadt“, und Hartmann freute sich, dass sich für den leerstehenden Zieglerbräu nun zumindest im Sommer eine Nutzung finden ließ, denn: „Jede Belebung der Altstadt ist hilfreich!“
Denn auch wenn der Zieglerbräu aus Brandschutzgründen geschlossen ist, darf Gastronom Schwarz einzelne Räume dort nutzen, um dort Gläser und Getränke zu lagern. Seinen Gästen steht zudem die Toilette des Zieglerbräu offen.
Sowohl Schwarz, als auch die städtische Wirtschaftsförderung sind optimistisch, dass das Konzept des Aperitivo-Gartens im Herzen der Altstadt funktionieren kann. Zumal Schwarz, der zwar erst 31 Jahre jung ist, Erfahrung mitbringt: Er ist gelernter Hotelfachmann, studierter Betriebswirt, arbeitete schon in Tirol, am Tegernsee und London. Für sein Konzept und seinen Businessplan der „Ape Aperitivo“ ließ er sich von den „Aktivsenioren München“ beraten.
Teil des Konzepts ist auch ein Deal mit der Pizzeria Rossini. Wie Schwarz nämlich berichtet, wird es zu seinen Aperitivi lediglich Knabbereien wie Oliven, Grissini oder Chips geben. Wem der Sinn daher nach etwas mehr Essen, beispielsweise einer Pizza, steht, dürfe die gern vom Rossini holen und an seinen Tischen zu einem kühlen Getränk verspeisen.
Öffnen wird er seine Ape-Bar täglich ab 16 Uhr – „vorher ist es einfach zu heiß“ – bis 23 Uhr. Ob er sieben Tage die Woche mit seiner Ape vor dem Zieglerbräu steht oder dazwischen einen Ruhetag macht, will Schwarz noch nicht fix sagen. Er geht die Sache ganz italienisch an: „Wir werden es sehen. Ich freue mich auf alle Fälle!“