Isarbrücke sorgt für Diskussionsstoff in Pullach

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Auf der Grünwalder Brücke ist zu wenig Platz für Fußgänger und Radfahrer. Daher ist eine neue Querung im Gespräch. © msc

Soll Pullach sich an den Kosten einer Studie für eine neue Fuß- und Radwegbrücke über die Isar beteiligen? Darüber und über das Landkreis-Projekt generell hat jetzt der Gemeinderat lebhaft diskutiert.

Pullach – Was nicht schon alles überlegt worden ist: Eine schmale Brücke nur für Fußgänger und Radler, eine Gondel, eine Hängebrücke. Jetzt will der Landkreis München eine Machbarkeitsstudie in Auftrag geben für eine Verbindung von Pullach nach Grünwald, die nur zu Fuß oder mit dem Radl genutzt werden kann. Grünwald zahlt mit, und in seiner jüngsten Sitzung rang sich auch der Pullacher Gemeinderat durch gegen die Stimmen der WiP, sich finanziell zu beteiligen an der Untersuchung. 133 400 Euro wurden dafür bereitgestellt.

Kritik von der WiP-Fraktion

Die Mitglieder der WiP-Fraktion fanden das allerdings viel zu viel. Zum einen, weil die Brücke, wie Cornelia Zechmeister meinte, ja am Ende doch nicht kommen werde. Überhaupt, die Gemeinde gebe ständig Machbarkeitsstudien in Auftrag und mache am Ende dann doch nichts. Ihre Fraktionskollegen Angelika Metz und Reinhard Vennekold lehnten das Projekt aus anderen Gründen ab. Ihnen geht es, wie sie sagten, um den Landschaftsschutz. Metz sagte: „Ich bin total dagegen, aus Naturschutzgründen. Wenn wir die Brücke haben, kommen noch mehr Radler nach Pullach. Warum müssen wir uns das antun? Ich finde es unmöglich.“

So argumentieren die Gemeinderäte

Für die CSU meinte Christine Eisenmann: „Es ist wichtig, schlauer zu werden, mit einer Studie ist die Brücke noch nicht gebaut.“ Michael Reich (FDP): „Die Brücke wäre eine der wichtigsten Infrastrukturmaßnahmen im Isartal. Sie ist ein Frequenzbringer fürs Pullacher Gewerbe.“ Holger Ptacek (SPD) hingegen: „Ich bin hin- und hergerissen, das Projekt scheint mir eine große Kanone, die abgefeuert wird. Realisiert werden könne die Brücke erst in 20, 25 Jahren, „da sind wir vielleicht im Flugtaxi unterwegs.“ Am meisten setzte sich Caroline Voit (Pullach Plus) für die Sache ein, sie sagte: „Ich finde das Projekt großartig, die Brücke wäre ein großer Gewinn für Pullach.“ Und meldete sich dann, gegen Ende der Debatte, nochmal zu Wort: „Es ist doch unsere Pflicht, zukunftsträchtige Projekte anzuleiern, auch wenn wir selbst nicht mehr davon profitieren werden.“ Man müsse auch an die Nachkommen denken.

Brücke ist seit 2019 Thema

Die Brücke zwischen den Gemeinden ist seit 2019 im Gespräch. Einige Voruntersuchungen sind schon gelaufen, einmal, auch 2019, durch Studenten der TU, es gab eine Verkehrsuntersuchung und eine naturschutzfachliche Standortprüfung. Der Landkreis beschloss dann im März 2023, die Machbarkeitsstudie in Auftrag zu geben, er trägt auch 60 Prozent der Kosten dafür. Untersucht werden sollen die bauliche Umsetzung und auch naturschutzfachliche Belange. Pullach und Grünwald sind mit je 33 Prozent an der Studie beteiligt. Vorbild ist die Brücke, die gerade zwischen Ismaning und Garching gebaut wird und heuer noch eröffnet werden soll.  

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Информация на этой странице взята из источника: https://www.merkur.de/lokales/muenchen-lk/pullach-ort29321/isarbruecke-sorgt-fuer-diskussionsstoff-in-pullach-93082719.html