„Mayors for Peace“-Flagge vor der Stadtverwaltung Landsberg

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Die „Mayors for Peace“ Flagge hisste OBin Doris Baumgartl (4.v.r.) gemeinsam mit der Landsberger Gruppe der IPPNW, darunter deren Gründer Wolfgang Lerch (3.v.r.) und Rolf Bader (3.v.l.). © Greiner

Die Lechstadt setzt ein Votum für atomare Abrüstung: Landsberg mit Oberbürgermeisterin Doris Baumgartl ist eine von rund 850 Gemeinden in Deutschland, die der internationalen Organisation „Mayors for Peace“ angehören. Am 8. Juli hisste Baumgartl die „Mayors for Peace“-Flagge vor der Stadtverwaltung, gemeinsam mit den Landsberger Mitgliedern der IPPNW.

Landsberg - Der 1982 vom damaligen Bürgermeister Hiroshimas gegründeten Vereinigung trat die Lechstadt 2020 bei. Damals waren rund 7.700 Städte weltweit Mitglied. Heute sind es laut Webseite der Organisation 8.400 – auch wegen des Angriffskrieges auf die Ukraine. „Die Herausforderungen an die Gesellschaft steigen“, sagt Baumgartl. Aber die Demokratie in Deutschland sei „belastbar und standhaft“ – immerhin feiere man heuer 75 Jahre Grundgesetz. Es gelte, mit dem Hissen der Flagge ein Zeichen für den Frieden zu setzen und die Vernichtungskraft von Atomwaffen immer wieder deutlich zu machen, heute wichtiger denn je: „Traditionell galten Russland und die USA als die großen Atommächte, jetzt kommt China mit dazu. Statt Abrüstung forcieren wir die Aufrüstung. Mit dem Hissen der Flagge wollen wir hier ein Zeichen gegen Atomwaffen und für ein friedvolles Zusammenleben der Menschen setzen.“

„Mayors for Peace“: Ärzte gegen den Atomkrieg fordern Diplomatie und Bereitschaft zu Verhandlungen

Deutlicher in ihren Forderungen waren die Landsberger Mitglieder von IPPNW, der „Ärzte gegen den Atomkrieg“. Der Sprecher der Regionalgruppe Wolfgang Lerch betont, wie wichtig es sei, dass Landsberg zu den ‚Bürgermeistern für den Frieden‘ gehöre. „Heute ganz besonders. Denn es braucht Mut, sich zu Frieden, Verhandlungen, Waffenstillstand zu bekennen.“ Vielmehr sei heutzutage die Kriegstüchtigkeit „das Maß aller Dinge“. Dabei sei die Erlaubnis für die ukrainischen Streitkräfte, mit deutschen Waffen unter bestimmten Umständen Gebiete in Russland angreifen zu dürfen, „eine Rutschbahn zum großen Krieg mit Russland“. Unwidersprochen verurteile man den brutalen Angriffskrieg Russlands. Was jetzt aber benötigt werde, sei Diplomatie und die Bereitschaft für Verhandlungen, um ein Ende der Eskalation, die sich jeglicher Kontrolle entziehe, zu erreichen. Auch zwei Drittel der europäischen Bevölkerung seien für Verhandlungen.

Problematisch sieht Lerch, dass Friedensthemen aktuell „von der rechten politischen Seite vereinnahmt werden“. Lerch betont in diesem Zusammenhang, dass es zwischen „diesen Gruppierungen und der IPPNW absolut keinen Kontakt gibt“.

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