Ein Anwohner der Tutzinger Oskar-Schüler-Straße fordert mehr Sicherheit für Fußgänger ein. Über die Straße verläuft die Umleitung wegen der Baustelle in der Ortsmitte.
Tutzing - Der Umleitungsverkehr über die Oskar-Schüler-Straße sorgt die Anwohner. In der Bürgerfragestunde des Gemeinderats am Dienstagabend meldete sich Tim Kramer zu Wort. Er wünschte sich zusätzliche Blitzer, um Autofahrer zu moderateren Geschwindigkeiten zu bewegen. Er äußerte ganz klar seine Bedenken angesichts der aktuellen Lage: „Da wird etwas passieren – wir sehen die Situation an der Kreuzung zur Traubinger Straße jeden Tag von unserem Fenster aus. Für den Schulweg ist dort eine Ampel, die wenig Sinn macht.“
Kramer dankte der Gemeinde für die vielen Schilder und die drei Fußgängerüberwege. All dies nutze jedoch seiner bisherigen Erfahrung nach wenig. „Auf der Oskar-Schüler-Straße, vor allem abwärts, wird zu schnell gefahren“, sagte er. Viele Autofahrer hielten sich nicht an die dort gültigen 30 Kilometer pro Stunde. „Von der Kirchenstraße her ist kein Smiley mehr im Einsatz“, stellte er fest. Das Gefälle sei das Problem. „Jeder drückt aufs Gas und fährt den Berg runter.“
Viel Hoffnung konnte ihm Bürgermeister Ludwig Horn nicht machen. Auch, weil schon alle möglichen Maßnahmen ergriffen worden seien. „Wir haben ein Piktogramm auf der Straße und vielzählige Schilder“, zählte er auf. „Der Smiley wurde ausgetauscht, jetzt ist der mit der größtmöglichen LED-Ausstattung im Einsatz.“ Letzterer zeige nicht nur ein rotes Gesicht, wenn zu schnell gefahren werde, sondern auch die Botschaft „Zu schnell“. Die Gemeinde habe am Wochenende ihren Blitzermarathon durchgeführt, um die Autofahrer für die gefahrenen Geschwindigkeiten zu sensibilisieren. Das wirke sich nicht nur positiv an den Messstellen, sondern auch an anderen Straßen aus. Doch leider, räumte Horn ein, sei es nicht machbar, auf der nur 190 Meter langen Oskar-Schüler-Straße die Geschwindigkeit zu kontrollieren. „Es ist seitens der Polizei nicht möglich, dort einen Blitzer aufzustellen. Für einen mobilen Blitzer braucht man bestimmte Abstände, die können dort nicht eingehalten werden.“
Derzeit sei die sogenannte Topo-Box an der Straße im Einsatz, sagte Horn. Das sei eine verdeckte Verkehrszählung. „Wir hatten schon eine während der Pfingstferien, und eine weitere läuft gerade.“ Damit könne man den Verkehr zählen und auch Geschwindigkeiten erfassen. Horn versprach, beim Staatlichen Bauamt wegen einer Ampel und einem dauerhaften Blitzer vorzusprechen. Über die Ergebnisse werde er im Verkehrsausschuss berichten, versprach er.