Aufgrund des anhaltenden Waldbrandes in Mittelfranken wurde nun der Katastrophenfall ausgerufen. Die Löscharbeiten gestalten sich als äußerst schwierig.
Erlangen – Seit Mittwochabend, 30. April, brennt es im Tennenloher Forst. Dabei sorgt vor allem das heiße und seit Langem trockene Wetter für Gefahren. Zudem befindet sich in dem Gebiet ein alter Truppenübungsplatz. Man kann daher nicht ausschließen, dass sich dort noch Munition befindet, weswegen die Löscharbeiten ausschließlich aus der Luft durchgeführt werden können.
Zwischenzeitlich galt der Waldbrand als gelöscht, seit den Morgenstunden ist das Feuer aber wieder aufgeflammt. Inzwischen wurde sogar der Katastrophenfall ausgerufen – Der Schadensbereich beträgt laut Landratsamt Erlangen-Höchstadt rund 30.000 Quadratmeter, zuvor war noch die Rede von 15.000 Quadratmetern.
Waldbrand in Bayern: Katastrophenfall festgestellt – 30.000 Quadratmeter brennen
Laut Deutschem Wetterdienst ist die Waldbrandgefahr am frühen Freitagnachmittag, 2. Mai, in weiten Teilen Bayerns sehr hoch – die Station Nürnberg gibt aktuell die zweithöchste Warnstufe für die Region an. Grund ist die langanhaltende Trockenheit. Diese führte in der Nacht auf Freitag zu einem erneuten Aufflammen des Waldbrandes, der zuvor als nahezu gelöscht galt.
Im Zuge dessen wurde gegen Mittag nun auch der Katastrophenfall festgestellt. So heißt es auf der Website des Landratsamtes Erlangen-Höchstadt: „Da die Löscharbeiten andauern und Einsatzkräfte erfordern, hat Landrat Alexander Tritthart heute Vormittag (2. Mai) um 11:47 Uhr formell den Katastrophenfall festgestellt und Thomas Heideloff vom BRK zum örtlichen Einsatzleiter ernannt“.
Damit geht die „Einsatzleitung für die Waldbrandbekämpfung auf den Landkreis Erlangen-Höchstadt über, auch um überregionale Kräfte und Tanklöschfahrzeuge anzufordern“, heißt es weiter zur Begründung.
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Löschroboter im Einsatz – ZHW verlegt 1,5 Kilometer lange Wasser-Pipeline
Aktuell sind laut Landratsamt mehr als 200 Einsatzkräfte vor Ort und kämpfen gegen das Feuer. Hubschrauber bekämpfen die Brandherde aus der Luft. Für die Bevölkerung bestehe keine Gefahr, Menschen sollten das Gebiet aber weiträumig meiden und Anwohner Fenster und Türen geschlossen halten. Dazu mahnt auch die Katastrophenapp Katwarn, die zu dem Waldbrand eine Information herausgegeben hat.
Laut BR werden inzwischen auch Löschroboter eingesetzt, um den Waldboden zu bewässern. News5.de berichtet zudem, dass das THW eine zentrale Wassersammelstelle eingerichtet und mit robusten Rohren eine rund 1,5 Kilometer lange Pipeline direkt in den Wald verlegt hat. „Vor Ort wird das Wasser von den Einsatzkräften entnommen und gezielt dorthin transportiert, wo es am dringendsten gebraucht wird“, heißt es. (fhz)