Der Turbo unter den E-Tankstellen: Moosburg hat jetzt seine erste Schnellladesäule

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Präsentierten die erste Schnellladesäule der BEG: (v. l.) Werner Hillebrand-Hansen (BEG-Vorstand), Melanie Falkenstein (Klimaschutzmanagerin der Stadt Moosburg), Josef Dollinger (Bürgermeister) und Andreas Henze (BEG Vorstand). Foto: bauer © bauer

Die Stadt Moosburg und die BEG Freisinger Land stellen in Moosburg die erste Schnellladesäule für Elektroautos im Landkreis bereit. Weitere sollen folgen.

Moosburg – Bei der Infrastruktur für Elektroautos ist die Stadt Moosburg zwar ohnehin gut aufgestellt – macht nun aber trotzdem weiter. Zusammen mit der Bürger Energie Genossenschaft (BEG) Freisinger Land wurde nun am Viehmarktplatz eine neue Schnellladesäule in Betrieb genommen.

Auch für das Unternehmen ist dieser Schritt ein Meilenstein. Die Bürger Energie Genossenschaft hat bereits 65 Ladepunkte im Landkreis Freising, ist damit in vielen Gemeinden präsent und bietet so eine sehr flächendeckende Infrastruktur. Am Moosburger Viehmarktplatz betreibt die BEG bereits eine Ladesäule, die nun um die erste Schnellladesäule erweitert wurde. Eine zweite soll bald in Eching folgen.

Etwa 150 Kilometer Reichweite in 30 Minuten

Die Turbosäule in Moosburg bietet den Kunden das Laden mit bis zu 50 Kilowatt an. Damit können Besitzer von Elektroautos in 30 Minuten Energie für etwa 150 Kilometer Reichweite sammeln. Das ist im Vergleich zu den herkömmlichen Ladesäulen etwa die vier- bis fünffache Geschwindigkeit. Die BEG erhält bei 32.000 Euro Baukosten einen Zuschuss vom Bund in Höhe von 80 Prozent.

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„Wir stellen nur den Platz zur Verfügung“, betont Bürgermeister Josef Dollinger. Wenn die Auslastung sehr gut ist, würde die Stadt nach den Vereinbarungen auch noch etwas Standmiete bekommen. Die beiden BEG-Vorstände Andreas Henze und Werner Hillebrand-Hansen machten deutlich, dass man neben den normalen Säulen auch die besonders leistungsstarken Ladepunkte ausbauen möchte. „Im nächsten Jahr werden noch weitere Schnellladesäulen dazukommen“, sagt Hillebrand-Hansen. „Aber es ist wie bei der Bahn. Da kann auch nicht jeder einen ICE-Halt bekommen.“

Ladesäulen am Viehmarktplatz mit unterschiedlichen Standzeiten

Die Besitzer der Elektroautos müssen sich am Viehmarktplatz bei den beiden Ladesäulen auf unterschiedliche Standzeiten einstellen. Auf den Schildern heißt es, dass man während des Ladevorgangs kostenlos parken darf. Bei der normalen Säule werden nach vier Stunden Standzeit die Parkgebühren verrechnet, bei der Schnellladesäule bereits nach zwei Stunden. „Es muss aber niemand in der Nacht um 3 Uhr umparken“, scherzt Andreas Henze. Die Haltezeiten am Tag sollen es mehreren Fahrzeughaltern ermöglichen, Strom zu tanken.

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