Ob Natur, Wintersport, Kulinarik oder Architektur – die italienische Region Piemont hat wunderschöne Orte für jeden Geschmack zu bieten.
Die charmante Region Piemont liegt im Nordwesten von Italien und grenzt an die Länder Frankreich und Schweiz. Am Fuße der Alpen verortet ist sie nicht nur für seine beeindruckenden Wanderwege und Wintersportorte bekannt, sondern lockt Reisende auch mit kulinarischen Spezialitäten und imposanter Architektur. Mit seinem vielfältigen Charakter ist die Region das ideale Ziel für einen Urlaub in Italien. Das Piemont zählt zu den wichtigsten Anbaugebieten Italiens für Weine, Obst und Reis. Im Überblick zeigen wir fünf traumhafte Orte, die Sie im Piemont besuchen sollten. Noch mehr Inspiration für einen Urlaub in Italien bietet dieser Überblick.
Der Lago Maggiore
Der tiefblaue Lago Maggiore, auf Deutsch Langensee, ist über 64 Kilometer lang und nach dem Gardasee der flächenmäßig zweitgrößte See Italiens. Ein kleiner Teil des Lago Maggiore liegt in der benachbarten Schweiz. Der berühmte oberitalienische See ist ein beliebtes Urlaubsziel wegen seiner atemberaubenden Natur und der idyllischen anliegenden Kleinstädte. Bei einem erholsamen Spaziergang am Seeufer können Urlauber das beeindruckende Alpenpanorama bestaunen.
Zur atemberaubenden Landschaft zählen auch die Borromäischen Inseln im Lago Maggiore, die Besucher mit Booten oder der Fähre erreichen können. Die drei Hauptinseln Isola Madre, Isola Bella und Isola dei Pescatori vereinen Natur, Kunst und Geschichte. Und auch die bezaubernden kleinen Städte am Lago Maggiore, wie Arona, Strea, Baveno und Verbania, sind definitiv einen Besuch wert. Hier können Urlauber den mediterranen Flair Italiens genießen und sich in einladenden Restaurants köstliche Speisen schmecken lassen. Planen Sie für einen Besuch des Lago Maggiore am besten gleich mehrere Tage ein, um keines der wunderschönen Ausflugsziele in der Umgebung zu verpassen.
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Das Gourmetzentrum Alba
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Der verträumte Ort Alba hat sich weltweit einen Namen als „Trüffelstadt“ gemacht. Jährlich wird an den Wochenenden im Oktober und November die Trüffelmesse Fiera del Tartufo mit Ausstellungen und Märkten in Alba gefeiert. Seit 2017 gehört sie als „Kreative Stadt für Gastronomie“ zum UNESCO-Welterbe. Umgeben von der Hügellandschaft der Langhe besticht die charmante Kleinstadt mit einem mittelalterlichen Ortskern. Die historischen Stadttürme stammen aus dem 14. und 15. Jahrhundert und sind vor allem rund um die Piazza Risorgimento und die Via Camillo Benso Conte di Cavour zu finden. Daneben sind auch die Kathedrale San Lorenzo und die einladende Fußgängerzone im Herzen der Stadt sehenswert.
Alba macht seinem Ruf als Genussstadt alle Ehre: Ferrero hat seinen Hauptsitz in dem kleinen Ort mit gerade einmal 30.000 Einwohnern. Neben dem edlen Trüffel und der köstlichen Süßwaren ist die Stadt auch für seinen ausgezeichneten Wein bekannt. In den Weinbergen rund um Alba können Urlauber wunderschöne Wanderungen unternehmen und dabei weitere beeindruckende Burgen und Schlösser des Piemonts entdecken. Der Ort liegt etwa 50 Kilometer südöstlich von Turin, der Hauptstadt des Piemonts, entfernt. Neben den aufregenden Großstädten Italiens wie Mailand, Rom und Venedig war Turin ein lange unterschätztes Reiseziel.
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Die Sektstadt Asti
Nur etwa 30 Kilometer von Alba entfernt liegt eine weitere Gourmetstadt: Asti. Im Herzen des Piemonts ist der Ort vor allem unter Sektfans für den Asti Spumante bekannt. Umgeben von kleinen Hügeln und Weinbergen des Monferrato überzeugt Asti mit einer wunderschönen Landschaft. Die historische Altstadt lädt mit ihren barocken Bauten zum entspannten Flanieren ein. Einen Besuch sollten Urlauber der gotischen Kathedrale Santa Maria Assunta und der Kirche Chiesa Collegiata di San Secondo abstatten. Lassen Sie außerdem Ihren Blick nach oben zu den imposanten Türmen in Asti schweifen, die in der gesamten Stadt verteilt sind.
Neben wöchentlichen Märkten findet jährlich im September das traditionelle Wein- und Erntefest in Asti statt. Ein weiteres Highlight ist hier jedes Jahr im September das Pferderennen Palio di Asti. Auf dem Piazza Alfieri treten 21 ungesattelte Pferde mit Jockeys aus dem Asti-Gebiet gegeneinander an. Das Event wird mit einem historischen Umzug und gemeinsamen Abendessen ausgelassen gefeiert und steckt die Besucher mit seiner fröhlichen Stimmung an.
Der Nationalpark Gran Paradiso
Halb in der Region Piemont und halb im Aosta-Tal gelegen, ist der Nationalpark Gran Paradiso einer der ältesten Nationalparks Italiens und umfasst etwa 70.000 Hektar. Der höchste Berg des Parks ist der Gran Paradiso, der über 4.000 Meter misst. Zu dem Gebiet im Hochgebirge der Westalpen gehören außerdem fünf Bergtäler sowie Wälder, Alpweiden und Gletscher – ideal für Aktivurlauber, um aufregende Wanderungen zu unternehmen oder an den Bergwänden zu klettern. Im Winter können Sportbegeisterte hier auch Ski-Langlauf betreiben.
Der Nationalpark Gran Paradiso hat aber nicht nur eine umwerfende Landschaft zu bieten, sondern ist auch ein Schutzgebiet für den Steinbock. Die Vierbeiner können im Park beobachtet werden – mit etwas Glück kann ein Blick auch auf den niedlichen Nachwuchs erhascht werden. Daneben sind hier auch Rehe, Wildschweine, Murmeltiere und verschiedene Vogelarten zu Hause sowie eine prächtige Pflanzenwelt. In den verschiedenen Besucherzentren können sich Urlauber noch intensiver über die Traditionen und die Artenvielfalt der Region informieren. Von Turin aus ist der Gran Paradiso in etwa eineinhalb Autostunden zu erreichen. Einen weiteren faszinierenden Nationalpark finden Aktivurlauber in den Abruzzen in der Nähe von Rom.
Das Susatal und die Sacra di San Michele
Das Susatal liegt inmitten von mehreren riesigen Bergen und erstreckt sich über etwa 90 Kilometer. Durch das Susatal fließt die Dora Riparia, die in Turin in den Po mündet. Neben dem malerischen Ort Susa als perfekter Ausgangspunkt für Wandertouren, überzeugt das Tal mit einigen interessanten Sehenswürdigkeiten. Einen atemberaubenden Ausblick über die majestätischen Berge des Piemonts und das idyllische Susatal bietet die Benediktinerabtei Sacra di San Michele. Das imposante Kloster aus dem 10. Jahrhundert liegt auf der Spitze des Monte Pirchiriano. Der Berg wird von den Orten Sant’Ambrogio di Torino und Chiusa di San Michele umrahmt.
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Viele geheimnisvolle Geschichten ranken sich um die Sacra di San Michele. Einer Legende nach soll der Erzengel Michael höchstpersönlich am Bau des Klosters beteiligt gewesen sein. Seitdem hat der Ort eine besondere spirituelle Bedeutung und wurde im Hochmittelalter ein wichtiger Rastplatz für Pilger und Gläubige. Heute leben die Ordensleute der Rosminianer in dem Kloster. Auf den Spuren der Vergangenheit können neugierige Besucher in dem burgähnlichen Kloster die mittelalterlichen Bibliotheken entdecken. Die Sacra di San Michele ist nur etwa 38 Kilometer von Turin entfernt.