Die Reaktivierung der südlichen Staudenbahn zwischen Langenneufnach und Türkheim wird seit Langem diskutiert und beschäftigt auch den Landkreis.
Unterallgäu – Ein Meilenstein ist eine Potenzialanalyse, deren Ergebnis bis Frühjahr vorliegen soll. Nachdem der Landkreis Augsburg für 2027 die Inbetriebnahme der nördlichen Staudenbahn plant, nimmt das Projekt auch im Unterallgäu weiter Fahrt auf: Helmut Höld, ÖPNV-Beauftragter im Landkreis, stellte im Mobilitätsausschuss ein Fahrplankonzept vor, das vorerst nur ein Planspiel ist, aber notwendig, um im Zusammenspiel zwischen Bahn und Bus ein Einzugsgebiet und potenzielle Fahrgäste sichtbar zu machen.
Reaktivierung Staudenbahn: Projekt muss wichtige Hürde nehmen
Dabei werden neue Knotenpunkte mitgedacht, sodass möglichst viele Menschen möglichst bequem zum Zug kommen. Zum Beispiel könnte an einem neuem Bahnhof Türkheim Nord ein wichtiger Kreuzungspunkt zwischen Bahn und Buslinien entstehen.
Das Projekt muss eine Hürde nehmen: ein Potenzial von 1.000 Fahrgästen pro Tag pro Kilometer Strecke. In der Regel erstellt die Bayerische Eisenbahngesellschaft die Analyse. Dem Landkreis war es wichtig daran mitzuarbeiten und hat einen Gutachter beauftragt und „viel Arbeit investiert, um eine ehrliche, realistische und ambitionierte Potenzialanalyse zu erreichen“, so Landrat Alex Eder.
Wiederbelebung wäre „ein Hauptgewinn“
Für Ettringens Bürgermeister Robert Sturm wäre die Wiederbelebung der Bahnstrecke „ein Hauptgewinn“. Alle, aber gerade Jugendliche, würden profitieren, um gut nach Buchloe, Augsburg oder München zu kommen. Die Fahrgastprognose soll im Frühjahr fertig sein und Sturm hofft, dass die „1.000er-Hürde genommen wird.“
Mit dem Kurier-Newsletter täglich zum Feierabend und mit der neuen „Kurier“-App immer aktuell über die wichtigsten Geschichten informiert sein. Besuchen Sie den Wochen KURIER auch auf Facebook!