Hasan Ismaik legt nach Investorenwende beim TSV 1860 nach – und kündigt Besuch in München an

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Am 16. Juni 2024 besuchte Hasan Ismaik noch die Mitgliederversammlung des TSV 1860 München. In diesem Jahr blieb er ihr fern. © IMAGO/Ulrich Wagner

Hasan Ismaik bleibt beim TSV 1860 und hat sich jetzt ausführlich zum geplatzten Verkauf geäußert. Zudem kündigte er einen Besuch in München an.

München – Auch beim Fanfest des TSV 1860 München war die Wende rund um Hasan Ismaik Thema: Der Vorfreude auf die neue Saison tat es dennoch keinen Abbruch: Über 4000 Fans strömten am Sonntag, dem 20. Juli, an die Grünwalder Straße 114, um die Mannschaft zu bejubeln und sich ein neues Heimtrikot zu ergattern. Während die sportliche Leitung und Spieler versuchen, den Investorenkrach auszublenden, geht es im Hintergrund heiß zu.

Enttäuscht vom ehemaligen 1860-Präsidium: Hasan Ismaik kündigt München-Besuch an

Zuletzt hatte sich das neue Präsidium zur Situation geäußert und dabei auch ihre Vorgänger kritisiert. Die Veröffentlichung des Verkaufs am 5. Juli sei „deutlich zu früh“ erfolgt. Nun legte Löwen-Investor nach und schoss erneut gegen das alte Löwen-Präsidium. „Meine Enttäuschung richtet sich dabei klar gegen das frühere Präsidium – und zwar allein deshalb, weil es auf eine Ankündigung des Verkaufs vor der e.V.-Mitgliederversammlung gedrängt hat, um eigene Ziele zu verfolgen“, schrieb Ismaik auf Facebook.

Ex-Vize Bay war gemeinsam mit Robert Reisinger auf der Mitgliederversammlung (MV) als Löwen-Präsidium verabschiedet worden. Einen Tag vor der MV hatten sowohl der Verein als auch Ismaik selbst, den bevorstehenden Verkauf öffentlich gemacht.

„Es war von Anfang an vorgesehen, dass keine öffentliche Mitteilung erfolgt, bevor der Abschluss vollständig vollzogen ist.“

Der Deal platzte am Freitag, dem 18. Juli. Ismaik selbst machte den geplatzten Verkauf öffentlich und kam auch in der offiziellen Pressemitteilung zu Wort. In seinem Facebook-Statement kündigte der Löwen-Investor nun an, nach München kommen zu wollen – und signalisierte weiterhin Gesprächsbereitschaft an mögliche Interessenten. Das ganze Statement des Löwen-Investors im Wortlaut:

„Liebe Löwen, wir haben in den vergangenen Tagen eine schwierige und herausfordernde Zeit durchlebt. In voller Transparenz möchte ich euch daher mitteilen, was in Bezug auf den geplanten Verkauf meiner Anteile am Klub geschehen ist.

Vor einigen Wochen habe ich meine grundsätzliche Zustimmung zu einem Verkauf an eine Gesellschaft gegeben, die letztlich unter der Kontrolle von Matthias Thoma steht. Es war von Anfang an vorgesehen, dass keine öffentliche Mitteilung erfolgt, bevor der Abschluss vollständig vollzogen ist. Sobald der Käufer offiziell Anteilseigner gewesen wäre, sollte eine umfassende Medienerklärung veröffentlicht werden. Es lag ganz offensichtlich nicht im Interesse irgendeiner Partei, den Verkauf zu verkünden, bevor alle ihre Verpflichtungen erfüllt hatten.

„Ich bin derjenige, der allein die Verantwortung für die finanziellen Bedürfnisse dieses großartigen Klubs getragen hat – und dafür gesorgt hat, dass er nicht das gleiche Schicksal wie andere Traditionsvereine erleidet.“

Ich möchte unmissverständlich klarstellen: Das, was geschehen ist, ist die Folge einer übereilten und unnötigen Bekanntmachung des Verkaufs. Sie hat beim Klub große Verwirrung ausgelöst und alle Beteiligten in eine unangenehme Lage gebracht.

Meine Enttäuschung richtet sich dabei klar gegen das frühere Präsidium – und zwar allein deshalb, weil es auf eine Ankündigung des Verkaufs vor der e.V.-Mitgliederversammlung gedrängt hat, um eigene Ziele zu verfolgen. Darüber hinaus haben sich einzelne Redner in einer Weise geäußert, die den Respekt gegenüber 14 Jahren unerschütterlicher Unterstützung meinerseits für 1860 vermissen lässt – ebenso wie gegenüber meinem tiefen Verständnis für die Strukturen und Bedürfnisse dieses Vereins.

Auch wenn ich das große Engagement vieler Vertreter des e.V. für 1860 nicht verkenne, bin ich derjenige, der allein die Verantwortung für die finanziellen Bedürfnisse dieses großartigen Klubs getragen hat – und dafür gesorgt hat, dass er nicht das gleiche Schicksal wie andere Traditionsvereine erleidet.

„Der vorgesehene Käufer hat uns alle in eine sehr schwierige Lage gebracht.“

Der vorgesehene Käufer hat uns alle in eine sehr schwierige Lage gebracht. Ich werde daher alle vertraglichen und rechtlichen Schritte prüfen und einleiten. Ich wiederhole nochmals: Die vorzeitige Ankündigung des Verkaufs war ein schwerer Fehler, den ich weder unterstützt noch stillschweigend hingenommen habe – im Gegenteil: Ich habe mich ausdrücklich dagegen ausgesprochen.

Ich danke euch für eure Geduld und euer Verständnis – und ich versichere euch: Ich werde den Klub weiter unterstützen. Ich habe angekündigt, in den kommenden Tagen nach München zu kommen und bin bereit, mich mit dem Präsidium, dem Verwaltungsrat sowie – wenn gewünscht – auch mit den Mitgliedern zu treffen, um einen Konsens zu finden, der für alle Seiten tragfähig ist. Dabei geht es nicht nur um Inhalte, sondern auch um einen neuen Umgang auf Basis von gegenseitigem Respekt und Kooperation.

Und ich wiederhole noch einmal: Wenn es jemanden gibt, der 1860 mehr bieten kann als ich – dann möge er mit einem ernsthaften Vorschlag vor mich treten. Wenn es das Beste für 1860 ist, bin ich jederzeit offen für ein Gespräch. Mit herzlichen Grüßen, Hasan Ismaik.“

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Информация на этой странице взята из источника: https://www.merkur.de/sport/tsv-1860/1860-investor-hasan-ismaik-kuendigt-besuch-in-muenchen-an-tsv-zr-93843319.html