Ein dreijähriger Junge ist beim Spielen in einen Fluss gestürzt und wohl fast ertrunken. Nachdem er bereits für Hirntot erklärt wurde, wachte er wieder auf.
Salt Lake City – Der dreijährige Junge war mit seinem Spielzeugtraktor unterwegs, als er versehentlich in einen Fluss in Beaver County fuhr und mitgerissen wurde. Weil sich der Junge für längere Zeit unter Wasser befunden hatte, gab es zunächst keine große Hoffnung auf eine Genesung. Levi wurde für hirntot erklärt.
In den USA sorgte erst vor kurzem eine Geschichte eines 14-Jährigen für Aufsehen. Der Junge aß bei einer Mutprobe einen überaus scharfen Tortilla-Chip und starb in der Folge.
Junge (3) stürzt in Bach – wacht nach erklärtem Hirntot wieder auf
Seine Mutter hielt Freunde und auch die Öffentlichkeit auf ihrem Facebook-Account auf dem neusten Stand. Wie lange der Junge unter Wasser war, ist nicht bekannt. Seine Mutter veröffentlichte aber, dass Ersthelfer eine Stunde lang Wiederbelebungsmaßnahmen durchgeführt hätten. Bereits am Dienstag (25. Mai) wurde Levi in ein Krankenhaus eingeliefert, in kritischem Zustand ging es dann per Hubschrauber weiter ins Primary Children’s Hospital in Salt Lake City.
Dort erklärten ihn die Ärzte bereits für hirntot, der Dreijährige galt als nicht mehr zu retten. Am Freitag dann die überraschende Nachricht der Mutter: „Levi ist aufgewacht. Ich zittere gerade immer noch. Wir wissen bislang noch nicht viel, aber sie meinten, dass ich das durchaus als gutes Zeichen sehen kann. Mein Baby ist so stark.“ Wie sie weiter schrieb, wurde er dann etwas wild und musste mit Beruhigungsmitteln ruhig gestellt werden.
Dreijähriger wacht nach Hirntot auf – Mutter dämpft die Freude darüber
Nur wenige Stunden nach der Nachricht des Aufwachens von Levi dämpfte seine Mutter die Freude darüber aber erneut. „Dass er aufgewacht ist, heißt nicht, dass er gesprochen hat oder aufnahmefähig ist. Er hat nur seine Augen für eine kurze Zeit aufgemacht, sich ein bisschen bewegt. Wir hatten trotzdem das Gefühl, dass er uns hören kann.“ Zwei Tage zuvor wollten Ärzte ihrer Aussage nach bereits die lebenserhaltenden Geräte abstellen – ein weiter Arzt überzeugte sie aber, dass dem Jungen mehr Zeit zur Genesung gegeben werden solle.
Ihre Hoffnung steckte die Familie des Rodeostars Spencer Wright in eine Kernspintomografie (MRI), bei der Aktivität im Gehirn gezeigt werden sollte. Die Ergebnisse teilte die Mutter in einer emotionalen und bedrückenden Nachricht: „Das MRI war nicht gut, wir sind am Boden zerstört. Es sind ein paar Bilder, die eine gewisse Lebensqualität suggerieren. Wir müssen jetzt einfach schauen, wie sich Levi in den nächsten Tagen entwickelt, ich gebe mein Baby noch nicht auf. Ich hoffe, dass mir ein Arzt etwas Positives sagen kann.“ Im vergangenen Jahr konnte ein vermisstes Mädchen aus Bingen nur tot geborgen werden. (rd)
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