Schrecklicher Fund: Ermittler entdecken zwölf Leichen am Stadtrand von Guatemala-Stadt

Ermittler haben am Stadtrand von Guatemala-Stadt zwölf Leichen entdeckt. Die Toten wurden in einem bewaldeten Gebiet gefunden, in dem kriminelle Banden häufig die Leichen ihrer Opfer ablegen, wie die Feuerwehr am Sonntag (Ortszeit) mitteilte. 

Laut Feuerwehr wurden am Freitag und Samstag zunächst fünf Leichen und ein menschliches Skelett entdeckt. Daraufhin wurde das Gebiet mit Hilfe von Spürhunden abgesucht und sechs weitere in Tücher und Plastikfolie gewickelte Tote gefunden. Dem Innenministerium zufolge könnten die Morde im Zusammenhang mit Kämpfen zwischen rivalisierenden Banden stehen.

Häftlinge eines Gefängnisses für Mitglieder der Mara-Salvatrucha-Bande
Häftlinge eines Gefängnisses für Mitglieder der Mara-Salvatrucha-Bande picture alliance / ASSOCIATED PRESS | Moises Castillo

Guatemala leidet unter Bandenkriminalität

Guatemala leidet wie weitere Länder in der Region unter Gewalt durch die Banden Mara Salvatrucha (MS-13) und Barrio 18. Beide Gruppen werden von Guatemala und den USA als terroristische Organisationen eingestuft. Die Mordrate in dem zentralamerikanischen Land lag im vergangenen Jahr bei durchschnittlich 16,1 pro 100.000 Einwohner - mehr als doppelt so viele Morde wie im globalen Durchschnitt.

Ausnahmezustand nach Angriffen

Die Entdeckung der Leichen folgt auf eine Gewaltwelle, die Präsident Bernardo Arévalo dazu brachte, den Ausnahmezustand auszurufen, wie "CBS" berichtet. Erst kürzlich haben bewaffnete Männer Militär- und Polizeiposten angegriffen, Straßen blockiert und Busse entführt. Dabei starben mindestens fünf Menschen. Laut Arévalo bedrohen die Banden das Leben vieler Menschen in Guatemala.