Um Altbürgermeister Paul Krones posthum zu ehren, wird der Zentralparkplatz in Bad Wiessee künftig Paul-Krones-Platz heißen. Das hat der Gemeinderat beschlossen.
Bad Wiessee – Bürgermeister Paul Krones hat für Bad Wiessee viel geleistet, darin waren sich die Gemeinderäte einig. Jetzt, da sich sein Todestag zum 30. Male jährt, will die Gemeinde ihrem verdienten ehemaligen Rathauschef ein Denkmal setzen. Der Zentralparkplatz soll künftig „Paul-Krones-Platz“ heißen. Diese Entscheidung wurde in der jüngsten Gemeinderatssitzung einhellig befürwortet.
Bad Wiessee: Ehrung für ehemaligen Bürgermeister
Einige Namen ehemaliger Bürgermeister hat die Gemeinde Bad Wiessee bereits verewigt: So sind die Sanktjohanserstraße und der Hans-Völkner-Platz im Kurviertel (nach Krones‘ Amtsvorgänger) nach früheren Gemeindevorstehern benannt. Doch der Name von Paul Krones, der stolze 42 Jahre lang – von 1948 bis 1990 – dem Gemeinderat angehörte und 19 Jahre lang als Erster Bürgermeister die Geschicke des Ortes leitete, ist noch auf keinem öffentlichen Schild zu lesen. Das soll sich nun ändern.
Bei der Vorbereitung eines Artikels zur Würdigung Krones‘ in der Februarausgabe des Wiesseer Bürgerboten sei die entsprechende Idee entstanden, blickte Bürgermeister Robert Kühn zurück. Dabei habe man sich für einen Platz entschieden, der namentlich noch nicht so recht verankert sei: Den Zentralparkplatz, passend schon allein als neuer Standort des Maibaums. Durch die Umbenennung erfahre Bad Wiessee zusätzlich zur neuen Ortsmitte, die schräg gegenüber auf der anderen Straßenseite derzeit entsteht, eine weitere Aufwertung, ist Kühn überzeugt.
Auch Bernd Kuntze-Fechner (SPD), der selbst noch mit Krones zusammengearbeitet hat, lobte das Vorhaben als gute Idee. Krones habe sehr viel für Bad Wiessee geleistet, betonte auch Kurt Sareiter (CSU), wie Kuntze-Fechner noch ein Kollege des Altbürgermeisters: „Diese Ehrung steht ihm zu.“
Mit seiner Tatkraft und Souveränität habe Krones beinahe als „allwissend“ gegolten, wenn es um die Belange des Ortes ging. Dementsprechend zufrieden sei auch die Bevölkerung mit ihrem Bürgermeister und seiner Art, die Dinge anzugehen, gewesen.
Kritik am Vorgehen
Auch Sareiters Fraktionskollege Thomas Erler freute sich über das Vorhaben, Krones zu ehren und ihn dauerhaft im kollektiven Gedächtnis zu verankern. Zugleich monierte er jedoch die lange Zeitspanne zwischen dem Hinscheiden und der Ehrung. Der Gedanke der Würdigung sei „eher zufällig“ durch die Recherche anlässlich des 30-jährigen Todestages von Krones entstanden.
Nach so langer Zeit könne gerade ein Großteil der jüngeren Bürger mit dem Namen aber gar nichts mehr anfangen. In Zukunft, meinte Erler, solle man solche Ehrungen beizeiten in die Wege leiten, solange die Persönlichkeit noch allen bekannt sei. „Längstens etwa ein Jahrzehnt nach dem Ableben des zu Ehrenden sollte das eigentlich passiert sein“, fand er.
Idee erweitert: Schilder sollen Straßennamen erklären
Ergänzende Schildchen mit Erläuterungen zu den jeweiligen Straßennamen regte Zweite Bürgermeisterin Birgit Trinkl (FWG) an, eine Idee, die ihr in Tegernsee aufgefallen sei. Dort werden an Straßen, die nach bekannten Bürgern der Stadt benannt sind, Straßenschilder durch ein Täfelchen mit biografischen Angaben ergänzt. Das solle man auch in Bad Wiessee aufgreifen, fand Trinkl, sowohl für den zukünftigen Paul-Krones-Platz als auch für schon bestehende Beschilderung wie an der Sanktjohanserstraße.
Einstimmig wurde letztlich die Umbenennung abgesegnet und die Verwaltung mit Einleitung der erforderlichen Schritte beauftragt. Bürgermeister Kühn blickte zuversichtlich auf die Einweihung im Sommer, die sicher auch mit einem kleinen „Festl“ einhergehen werde. Stefan Gernböck
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