Noch immer ist die Sanierung der Mehrzweckhalle in Höhenkirchen-Siegertsbrunn nicht abgeschlossen. Lieferschwierigkeiten und Handwerkermangel verzögern das Projekt. Zumindest eine gute Nachricht gibt es jetzt für die Sportvereine.
Höhenkirchen-Siegertsbrunn - Die Sanierungsarbeiten an der Mehrzweckhalle in der Bahnhofstraße werden voraussichtlich erst im Frühjahr kommenden Jahres abgeschlossen werden. Das teilt die Gemeinde Höhenkirchen-Siegertsbrunn jetzt auf Merkur-Nachfrage mit. Zumindest für die Schulen und Sportvereine gibt es aber eine gute Nachricht aus dem Rathaus. Ab Montag, 4. November, soll in der Halle wieder Sportbetrieb möglich sein. „Innen ist alles so gut wie fertig, dass der Umzug in den Herbstferien über die Bühne gehen kann“, sagt Bürgermeisterin Mindy Konwitschny (SPD).
Brandmeldeanlage unerlässlich
Großveranstaltungen wird es in der Mehrzweckhalle dagegen auch in den nächsten Monaten nicht geben. Weil einige Arbeiten, zum Beispiel am neuen Eingangsbereich beziehungsweise Aufzug, noch nicht abgeschlossen sind, ist vorerst nur ein eingeschränkter Betrieb möglich. „Für Großveranstaltungen ist eine funktionierende Brandmeldeanlage unerlässlich“, erläutert Konwitschny. Und die dürfe erst eingerichtet werden, wenn sämtliche Sanierungsarbeiten abgeschlossen worden sind. Auch ein barrierefreier Zugang zur Halle ist vorerst nur eingeschränkt möglich.
Eigentlich sollte Halle schon Ende 2023 fertig sein
Die größte Veranstaltungshalle im Ort ist seit Mitte 2023 wegen umfassender Sanierungsarbeiten geschlossen. Ursprünglich sollten die Arbeiten bereits zum Jahreswechsel 2023/24 abgeschlossen sein. Doch erst sorgte ein Asbest-Fund für Verzögerungen im Zeitplan, zuletzt gab es nach Angaben des zuständigen Bauamts-Mitarbeiters Lieferschwierigkeiten. Zu allem Überfluss konnten bis zuletzt wichtige Gewerke nicht vergeben werden. So findet sich nach wie vor kein Zimmerer- und Holzbaubetrieb, der die noch notwendigen Arbeiten am Dachstuhl ausführt. Allerdings ist der Dachstuhl laut Konwitschny nicht das entscheidende Kriterium für die vollständige Wiedereröffnung der Halle. „Diese Arbeiten können auch in den nächsten zwei Jahren ausgeführt werden.“
Zimmerer wird noch benötigt
Einen Zimmerer braucht man allerdings auch, um die Arbeiten am neuen Eingangsbereich abschließen zu können. Hier habe man mittlerweile Firmen an der Hand, sagt die Bürgermeisterin. Sie geht deshalb davon aus, dass sämtliche vordringlichen Arbeiten – je nachdem, wie das Wetter mitspielt – spätestens im März abgeschlossen sein werden und dann auch die Brandmeldeanlage in Betrieb gehen kann. Weitere Verzögerungen kann sich die Kommune nicht leisten. Schließlich will sie im Mai mit einer Eventreihe sowie einer großen Nachhaltigkeitsmesse in der Mehrzweckhalle ihr fünfjähriges Bestehen als Klimaschutzgemeinde feiern.