Je mehr drücken, desto besser

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Lange ersehnt und nun endlich an richtiger Stelle auf Höhe der Kirche installiert: die neue Fußgängerbedarfsampel an der Etterschlager Straße in Steinebach. Wir empfehlen, diese Ampel regelmäßig zu nutzen. Katrin Quak vom Arbeitskreis Verkehr © hvp

Eine neue Ampel und jetzt auch an der richtigen Stelle: An der Etterschlager Straße in Steinebach, Abzweig Zum Kuckucksheim, steht seit ein paar Tagen eine Fußgängerbedarfsampel. Gemeinde und Arbeitskreis Verkehr appellieren, sie rege zu nutzen.

Steinebach – Im Oktober 2023 beschlossen Wörthsees Gemeinderäte, dass die Verwaltung für die Etterschlager Straße, Abzweig Zum Kuckucksheim, eine Fußgängerbedarfsampel beantragt. Vor Kurzem wurde die Ampel tatsächlich installiert, zunächst allerdings an der falschen Stelle zu weit in Richtung Etterschlager Kreisel. Seit ein paar Tagen steht die Ampel am richtigen Platz. Bislang handelt es sich um eine Testampel. Ob sie dort dauerhaft bleibt, hängt davon ab, wie viele Menschen sie in den nächsten drei Monaten nutzen.

„Diese Ampel läuft derzeit im Testbetrieb und misst die Zahl der Überquerungen, um den Bedarf für eine dauerhafte Ampel zu ermitteln. Falls sich nach dem Testbetrieb ausreichend Überquerungen ergeben, soll die Installation einer dauerhaften Ampel in diesem Bereich vorgenommen werden“, informiert der Arbeitskreis Verkehr in einer Pressemitteilung. „Wir empfehlen, diese Ampel regelmäßig zu nutzen“, betont dessen Sprecherin Katrin Quak. Die Ampel verbindet das Wohngebiet Zum Kuckucksheim samt neuem Supermarkt mit der Ortsmitte und somit auch mit der Grundschule und dem See.

Dabei war die Lösung in der Gemeinderatssitzung im Oktober 2023 nicht unumstritten. Florian Tyroller (Grüne) kritisierte damals, dass die Schulkinder eigentlich an einer anderen Stelle die Straße queren würden. Seine Sorge: „Das Ergebnis könnte sein, dass wir an dieser Stelle zu wenige Zahlen bekommen. Und dann kriegen wir dort nie einer Ampel.“ Auch Thomas Bernhard (FW) war nicht zufrieden. Ihm sei Tempo 30 lieber gewesen, „die Leute gehen an anderen Stellen und drücken sowieso nicht“.

Der Wunsch nach der Ampel war von mehreren Seiten gekommen, unter anderem von den Senioren. Anlass war da allerdings auch noch das geplante Seniorenquartier nahe der Kirche gewesen, also auf der anderen Seite der Etterschlager Straße. Wie berichtet, hatte die Kirchenstiftung einst fast 50 Wohnungen für Senioren und eine ambulant betreute Wohngemeinschaft realisieren wollen. Dieses Projekt allerdings hat sich ebenso zerschlagen wie das genossenschaftliche Wohnungsbauprojekt der Wogeno, die auf der Fläche beim neuen Edeka bezahlbaren Wohnraum schaffen wollte. Stattdessen will dort die Max von Bredow Baukultur GmbH 60 Wohnungen errichten (wir berichteten).

Das Staatliche Bauamt Weilheim hatte im Zusammenhang mit der Entwicklung des gesamten Quartiers eine Verkehrsberuhigung der Etterschlager Straße zugesagt, die Staatsstraße ist und mitten durch den Ort führt. „Die Straße sollte damals umgebaut werden, aber dann kam ja alles anders“, sagte gestern Vizebürgermeister Josef Kraus gegenüber dem Starnberger Merkur. Die Ampel nun sei ein Kompromiss. Über die Anzahl der stündlichen Nutzungen kursieren unterschiedliche Zahlen, beim Arbeitskreis ist die Rede von 56-mal die Stunde, die Zahl ist aber nicht bestätigt. „Mich würde auch interessieren, wie oft sie jetzt schon genutzt wird“, sagte Kraus. Immer, wenn er dort vorbeifahre, sei die Ampel aus.

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Информация на этой странице взята из источника: https://www.merkur.de/lokales/starnberg/woerthsee-ort29717/hoffnung-auf-woerthsees-neuer-ampel-93070097.html