Trotz Kritik an Feuerwerk und Einlass: 2000 Gäste feiern ausgelassen

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Fester Bestandteil der Vorsilvesterparty ist „Nachtstark“. Die Kultband vom Münchner Oktoberfest bringt auch das Publikum vor der Germeringer Stadthalle zum Beben. © Hans Kürzl

Die Vorsilvesterparty der Burschenschaft Unterpfaffenhofen lockte wieder tausende Besucher an. Doch in sozialen Netzwerken gab es auch Kritik.

Germering – Was vor 20 Jahren aus der Not heraus geboren wurde, weil das Sommerfest ins Wasser gefallen war, hat sich längst zum Dauerbrenner entwickelt. Die Vorsilvesterparty der Burschenschaft Unterpfaffenhofen lockte auch am vorletzten Abend des Jahres 2025 wieder zahlreiche Besucher an. Geschätzt rund 2000 Menschen kamen auf den Vorplatz der Stadthalle. In den Sozialen Netzwerken wurde allerdings auch Kritik laut – und zwar nicht nur zur altbekannten Debatte um das Feuerwerk.

Für den kleinen Genuss: Die Mädels der Burschenschaft Unterpfaffenhofen verkaufen Kaiserschmarrn mit Apfelmus auf der Vorsilvesterparty.
Für den kleinen Genuss: Die Mädels der Burschenschaft Unterpfaffenhofen verkaufen Kaiserschmarrn mit Apfelmus. © Hans Kürzl
Bei minus fünf Grad tanzen sich die Partygäste warm, bis um Mitternacht das große Feuerwerk steigt.
Bei minus fünf Grad tanzen sich die Partygäste warm, bis um Mitternacht das große Feuerwerk steigt. © Hans Kürzl

Für Manuel Lessig steht an diesem Tag das Feiern im Mittelpunkt. „So richtig das Jahr abfeiern, das darf man sich schon gönnen“, meint der 32-Jährige. Seit zehn Jahren ist der 30. Dezember für ihn fest im Kalender eingeplant. „Starke Bands, tolle Musik und Menschen, die gut drauf sind“ – das sei für ihn die ideale Mischung zum Jahresabschluss. Den Silvesterabend selbst werde er mit Freunden auf einer Skihütte verbringen.

Zweimal hintereinander wollen es dagegen Sarah Wilde und ihre Freundinnen „so richtig krachen lassen“, wie sie gut gelaunt und in Partyvorfreude am Eingang erzählen. Weiter drinnen, auf dem Vorplatz der Stadthalle, fällt das Feiern angesichts der Temperaturen zwar etwas schwerer, musikalisch kommt aber schnell Stimmung auf. „Nachtstark“, als Kultband vom Münchner Oktoberfest längst fester Bestandteil der Vorsilvesterparty, lässt den Pegel spürbar ansteigen. Für Wilde kein Problem: „Wir tanzen ein wenig, umarmen uns ab und zu und lassen uns den Glühwein schmecken.“

Bei minus fünf Grad ist das Heißgetränk besonders gefragt. Entsprechend groß ist der Andrang an den Verkaufsständen, ebenso ab 21 Uhr rund um die Bar, deren Angebot fast jeden Geschmack bedient. Besonders gut kam der Kaiserschmarrn mit Apfelmus an.

Einwände gegen Bänder und Regeln

Die Kontrollen am Eingang verliefen routiniert. Taschenkontrollen, Altersnachweise – Zutritt war erst ab 18 Jahren erlaubt – und der Hinweis, dass es nach Verlassen des Geländes keinen Wiedereinlass gibt, gehörten dazu. Genau hier setzte jedoch die Kritik eines Facebook-Users an. „Verteilt doch keine Bänder, die dem Gast suggerieren, dass man wieder rein könnte“, schrieb er auf der Facebookseite der Unterpfaffenhofener Burschen am nächsten Tag. Auch die Hinweise auf die Allgemeinen Geschäftsbedingungen seien aus seiner Sicht nur sehr undeutlich angebracht gewesen.

Diskutiert wurde in den Sozialen Netzwerken zudem das Thema Böllern. Die Burschenschaft hatte erneut ein großes, professionelles Effekt-Feuerwerk organisiert – nicht zur Freude aller. „Ohne Feuerwerk wäre es cooler, vielleicht eine Lasershow“, hieß es in einem Kommentar auf Facebook.

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