Pfand-Falle bei Aldi & Rewe: Wer bestimmte Fehler macht, verliert bares Geld. Diese Tricks sollten Sie kennen, um Ihr Pfandgeld zu retten.
Kassel – Der Griff zum Pfandautomaten ist Routine – Flaschen rein, Bon raus, fertig. Doch was so einfach aussieht, birgt tückische Fallstricke, die Verbraucher richtig Geld kosten können.
Millionen Deutsche tappen täglich in diese Fallen, ohne es zu merken. Zwei häufige Fehler sorgen dafür, dass das hart verdiente Pfandgeld einfach verpufft.
Gleiche Kette, anderer Laden: Beim Pfand ist Filial-Treue angesagt
Der erste Fehler passiert schneller als gedacht: Sie geben Ihr Leergut bei Aldi in der Innenstadt ab, wollen den Bon aber eine Woche später in der Filiale am Stadtrand einlösen. Das funktioniert nicht! Laut der Verbraucherzentrale können Pfandbons nur in der Filiale zurückgegeben werden, in der sie ausgestellt wurden.
Der Grund liegt in der Technik: Nach der Rückgabe erzeugt der Pfandautomat einen Datensatz und überträgt diesen an die Kasse in der Filiale, erklärt Aldi Süd auf seiner Webseite. Andere Filialen können auf diese Daten nicht zugreifen – selbst wenn sie zur gleichen Kette gehören.
Auch Pfandbons laufen ab – Oder das Papier
Der zweite teure Fehler: den Pfandbon zu lange liegen lassen. Viele Kunden glauben, die kleinen Zettel seien unbegrenzt gültig. Das ist ein Irrtum! Für Pfandbons gelten die allgemeinen Verjährungsregeln des Bürgerlichen Gesetzbuches Paragraf 195 BGB, informiert die Stiftung Warentest.
Die Frist beträgt drei Jahre ab Ausstellung. Die regelmäßige Verjährungsfrist beträgt drei Jahre, wie Bayern 3 unter Berufung auf das BGB berichtet. Wer also 2025 einen Pfandbon erhält, kann ihn bis Ende 2028 einlösen.
Doch selbst innerhalb der Dreijahresfrist lauert eine weitere, dritte, Gefahr: Pfandbons werden meist auf dünnem Thermopapier gedruckt. Dieses Material ist anfällig für Hitze, Sonnenlicht und Feuchtigkeit. Nach monatelanger Lagerung im Portemonnaie oder der Schublade können Barcode und Pfandbetrag völlig verblassen. Ist der Bon nicht mehr lesbar, verweigern die Supermärkte zu Recht die Auszahlung.
Das können Kunden tun, wenn sich der Bon nicht einlösen lässt
Besonders ärgerlich: Die Beträge auf Pfandbons können sich im Laufe der Zeit zu stattlichen Summen addieren. Bei 25 Cent pro Flasche oder Dose kommen schnell mehrere Euro zusammen. Wie etwa ein Kunde, der ganze 702 Flaschen abgegeben hatte. Wer dann einen der Fallstricke übersieht, steht mit leeren Händen da.
Der beste Schutz ist es, Pfandbons sofort an der Kasse einzulösen. Bei technischen Problemen sollten Kunden das Personal ansprechen – die Märkte sind zur manuellen Auszahlung verpflichtet, solange der Bon noch gültig ist. Ein Bauteil am Pfandautomaten erleichtert auch die Rückgabe. (Verwendete Quellen: Aldi Süd, Verbraucherzentrale, Bayern 3) (jh)
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