Fuhrleute unterstützen Kapellensanierung – Vorreiterin beerbt ihren Vater

  • Sebastian Grauvogl
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Wenn die Fuhrleute und Rosserer zur Leonhardifahrt nach Hundham kommen, erweisen sie nicht nur dem Heiligen Leonhard die Ehre, sondern auch der nach ihm benannten Leonhardikapelle.

Bei der jüngsten Umfahrt im November erstrahlte das kleine Gotteshaus nach aufwendiger Sanierung unter dem großen Einsatz der Dorfgemeinschaft in neuem Glanz (wir berichteten). Und auch daran beteiligten sich die Teilnehmer nun noch, teilt Leonhardikomitee-Vorsitzender Michael Gartmaier mit. Sie hätten heuer auf die sonst üblichen Ehrengaben durch die Gemeinde verzichtet und das dadurch eingesparte Geld für die Kapellenrenovierung gespendet. Stolze 3700 Euro seien dabei zusammengekommen, berichtet Gartmaier, der die Summe im Namen der Fuhrleute und Rosserer beim traditionellen Fuhrleidtreffen im Gasthaus Kirchstiegl an Bürgermeister Stefan Deingruber und Georg Bacher von der Dorfgemeinschaft überreichte.

Rund 60 Fuhrleute und Rosserer waren der Einladung zum von regionalen Musikgruppen umrahmten geselligen Abend gefolgt. Auch Freunde des Komitees aus Schliersee und Bad Feilnbach sowie Pfarrer Josef Spitzhirn machten ihre Aufwartung und blickten gemeinsam auf die erfolgreiche Umfahrt im November zurück. Ein weiterer Höhepunkt des Abends war laut Gartmaier die Ehrung verdienter Fuhrleute. Deingruber, Bacher und Spitzhirn überreichten Urkunden und Abzeichen an folgende Jubilare: Heinrich Isenmann und Markus Schlagbauer (10 Jahre Leonhardifahrt Hundham), Sepp Furtner und Josef Singer jun. (15 Jahre), Kaspar Mairhofer (20 Jahre), Georg Blindhammer, August Kink, Georg Antretter und Christian Bacher (25 Jahre), Jakob Schwarz jun. (30 Jahre), Ludwig Prill sen. und Hans Söllner (40 Jahre) und Georg Bacher (50 Jahre). „Die langjährige Treue und das Engagement dieser Rosserer sind ein unverzichtbarer Teil unserer Tradition“, betonte Deingruber in seiner Ansprache.

Eine großzügige Spende überreichte Leonhardikomitee-Vorsitzender Michael Gartmaier (r.) an Bürgermeister Stefan Deingruber (2.v.l.) und Georg Bacher (Dorfgemeinschaft).

Abschied nehmen hieß es derweil für Gottfried Priller. Er zog sich laut Gartmaier nach 30 Jahren aktiver Mitarbeit aus dem Leonhardikomitee zurück. Eine Nachfolgerin fand sich familienintern: Prillers Tochter Christina, die als Vorreiterin der Leonhardifahrt fungiert, übernimmt künftig die Aufgaben ihres Vaters. Komitee-Vorsitzender Gartmaier versäumte es nicht, auch den Rettungs- und Einsatzkräften für deren jahrzehntelanges Engagement zu danken: „Ohne sie wäre die Leonhardifahrt nicht durchführbar.“