„Ständig krank“: Mathilda zu Guttenberg leidet an seltenem Immundefekt – das sind die Symptome

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Mathilda zu Guttenberg bricht ihr Schweigen: Sie leidet seit ihrer Kindheit an einem seltenen Immundefekt und kämpfte jahrelang um die richtige Diagnose.

Frankfurt – Ein Leben voller Arztbesuche und der ständigen Angst, krank zu werden – was für andere Jugendliche unvorstellbar klingt, war für Mathilda zu Guttenberg jahrelang bittere Realität. Die 22-jährige Tochter des ehemaligen Verteidigungsministers Karl-Theodor zu Guttenberg spricht erstmals öffentlich über ihre seltene Erkrankung.

„Als ich aufwuchs, litt ich unter wiederkehrenden Atemwegsinfektionen und Magen-Darm-Problemen, die mich ständig krank machten“, sagte die begnadete Dressurreiterin dem Fachmagazin IG Living. Sie hätte ständig Antibiotika nehmen müssen und sei oft zu schwach gewesen, „um an alltäglichen Aktivitäten teilzunehmen.“

Mathilda zu Guttenberg hat seltenen Immundefekt: Diese Symptome treten bei CVID auf

Mutter Stephanie von Bismarck-Schönhausen habe ihre Tochter zu zahlreichen Spezialisten gebracht. Erst mit zwölf Jahren erhielt sie schließlich die Diagnose: variables Immundefektsyndrom (englisch: Common Variable Immunodeficiency, CVID). Laut dem Medizinportal MSD Manual zeichnet sich der Immundefekt durch eine sehr niedrige Konzentration von Antikörpern (Immunglobulinen) aus. Betroffene wie Mathilda zu Guttenberg sind daher besonders Infektanfälligkeit. Diese Symptome deuten auf das Syndrom hin:

  • Mittelohrentzündungen, Nasennebenhöhlen- und Lungeninfektionen
  • Chronischer Husten
  • Probleme mit der Atmung
  • Magen-Darm-Beschwerden

Mathilda zu Guttenberg spricht über ihre Erkrankung: Heilung gibt es nicht

Demnach müssen Betroffene ein Leben lang die fehlenden Immunglobulin einnehmen, denn heilbar ist CVID bisher nicht. „Durch die Antikörperersatztherapie können aber die meisten CVID-Patienten als Erwachsene ein ganz normales Leben führen“, informiert das Universitätsklinikum Freiburg auf seiner Webseite.

Zur Behandlung der Infektionen werden Antibiotika verwendet. Auch Mathilda zu Guttenburg muss regelmäßig Medikamente einnehmen. „CVID Erkrankungen sind sehr gut therapierbar und haben eine gute Prognose“, erklären Dr. med. Christian Klemann und Prof. Dr. med. Stephan Ehl vom Centrum für chronische Immundefizienz (CCI) Freiburg. Dennoch können einige Betroffene Autoimmunerkrankungen wie rheumatoide Arthritis oder gar Krebs entwickeln.

Die 22-Jährige lässt sich durch die Krankheit allerdings nicht von ihren Zielen abbringen. Sie hat Neurowissenschaften an der University of California Los Angeles studiert und beginnt bald ihre Promotion in Oxford. Sie möchte forschen und gleichzeitig „komplexe wissenschaftliche Informationen der Öffentlichkeit zugänglich machen“, schilderte Mathilda zu Guttenberg im Interview. „Letztendlich möchte ich, dass meine Arbeit sowohl im Labor als auch darüber hinaus eine echte Wirkung erzielt.“ Anhand dieser Symptome lässt sich eine Bauchspeicheldrüsenentzündung erkennen. (Quellen: IG Living, MSD Manual, Universitätsklinikum Freiburg, CCI Freiburg) (kas)

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