Eishalle Peißenberg: Gemeinde und Vereine kurz vor Einigung

  1. Startseite
  2. Lokales
  3. Weilheim
  4. Kreisbote

Kommentare

Ryan Murphy hofft auf eine weitere Zukunft des Eishockey-Bayernligisten TSV Peißenberg Miners. © Andreas Mayr

Rund 50 Besucher kamen Dienstagabend zur Sitzungen des Haupt- und Finanzausschusses. Der Grund: Auf der Tagesordnung im vorberatenden Ausschuss stand der vom „Peißenberg Miners e. V.“ gestellte Unterstützungsantrag für den Weiterbetrieb der Eishalle.

Peißenberg - ereits zuvor war im Rathaus ein wichtiges Treffen über die Bühne gegangen. Vertreter der Gemeinde, des TSV Peißenberg und der Miners verhandelten über die Übergabe der Eishalle. „Man hat sich auf einen Modus geeinigt“, erklärte Frank Zellner (CSU) im Ausschuss. Nähere Details gab der Bürgermeister nicht preis. „Die Gespräche verliefen für den TSV sehr zufriedenstellend und man steht kurz vor der Einigung mit dem Miners e.V.“, erklärte der TSV Peißenberg am Dienstagabend in einer Rundmail an seine Abteilungen. Dem Vernehmen nach hat sich der TSV mit den Miners auf die Zahlung einer Ablösesumme verständigt. Auch seine Forderungen an die Gemeinde, dem Erbpachtvertragsgeber, bekommt der TSV wohl erfüllt. Da geht es einmal um einen schuldenfreien Zugriff auf die Eishalle, falls selbige als solche nicht mehr betrieben werden sollte (Stichwort: „Sportzentrum“), und um die Gebühren für die Nutzung von Turnhallen und Sportplätzen. Die Intention des TSV: Die einzelnen Sparten sollen eine Erhöhung der Eishallensubventionen nicht indirekt über eine mögliche Erhöhung der Turnhallengebühren mitfinanzieren müssen.

Dass die Gemeinde ihren jährlichen Eisstadionzuschuss von aktuell rund 90.000 Euro auf 120.000 Euro erhöhen wird, ist nach dem Meinungsbild im Ausschuss relativ wahrscheinlich. Aber der Reihe nach: Insgesamt verabschiedete das Gremium zehn Beschlussvorschläge für die Sitzung des Marktrats am kommenden Mittwoch. Neun davon wurden einhellig beschlossen. Dabei ging es unter anderem um die Übertragung der Erbbaurechte vom TSV auf die Miners und um den bereits vor Jahren in Aussicht gestellten Zuschuss in Höhe von 200.000 Euro für den notwendigen Kabinenneubau auf dem ehemaligen Rollschuhplatz. Umstritten war indes ein Beschlussvorschlag, der den Miners einen Investitionskostenzuschuss von jährlich 30.000 Euro zur Umsetzung der in einem Zehnjahresplan festgelegten Ertüchtigung und energetischen Sanierung der Eissporthalle gewährt – wohlgemerkt zusätzlich zu den als Betriebskostenzuschuss deklarierten 90.000 Euro.

Genau dieser Investitionskostenzuschuss wurde von sieben Ausschussmitglieder befürwortet, vier legten ihr Veto ein – allen voran Walter Wurzinger. Der Gemeinderat der Freien Wähler brachte in der Ausschusssitzung Magnus Berchtold, der künftig im Vorstand der Miners sitzen wird und Frontmann der Interessensgemeinschaft „IG Eishalle“ ist, in Bedrängnis, als es um die Frage ging, wie viel Sponsorengelder die Miners eigentlich akquirieren (siehe weiteren Bericht).

Frank Zellner („Es geht heute um eine wichtige Vorentscheidung“) bedankte sich in der Debatte beim TSV Peißenberg für das „besondere Engagement“ in puncto „Eishalle“: „Nur dadurch gibt es das Stadion überhaupt noch.“ Die Miners hätten nun ein „technisch nachhaltiges Konzept“ vorgelegt (siehe Artikel Seite 6), das auch ein „Bekenntnis zur Wirtschaftlichkeit“ beinhalten würde. „Wir haben nun als Gemeinde die Chance, ein Zeichen zu setzen“, so Zellner in Anspielung auf die Beschlüsse inklusive der zusätzlichen 30.000 Euro Kommunalförderung. Wie bereits berichtet, waren vor Jahresfrist im Rechnungsprüfungsausschuss in einer Sparrunde noch die 90.000 Euro, die bis dato jährlich an den TSV für den Eishallenbetrieb flossen, in Frage gestellt worden.

Ähnlich wie Michele D`Amico (Grüne) widersprach Cornelia Wutz (Bürgervereinigung) Zellner im Ausschuss. Die Gemeinde habe mit der bisherigen Höhe der Eishallensubventionierung bereits sehr wohl ein „Zeichen“ für die Sportstätte gesetzt. An anderer Stelle habe man unter anderem die Nutzungsgebühren für die Tiefstollenhalle und die Hundesteuer erhöht sowie die Preise für das Bergbaumuseum angehoben. Zudem würde man für den Betrieb der Rigi-Rutsch´n wohl bald einen höheren Verlustausgleich an die Gemeindewerke zahlen müssen: „Da rollt einiges auf uns zu. Es sind einfach Steuergelder“, so Wutz.

Mit dem Kreisbote-Newsletter täglich zum Feierabend oder mit der neuen „Kreisbote“-App immer aktuell über die wichtigsten Geschichten informiert.

Auch interessant

Kommentare

Информация на этой странице взята из источника: https://www.merkur.de/lokales/weilheim/kreisbote/eishalle-peissenberg-gemeinde-und-vereine-kurz-vor-einigung-93569252.html