„Hin und wieder“ geschlossen: Auch das WC am Neuen Platz ist Opfer von Vandalismus

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Hin und wieder musste das WC am Neuen Platz geschlossen werden, weil es verschmutzt war. Doch das Ausmaß war bislang nicht so schlimm wie im BGZ2. © Sabine Hermsdorf-Hiss

Nicht nur das WC in der Tiefgarage im Zentrum ist Opfer von Vandalismus. Auch die öffentliche Toilette am Neuen Platz muss „hin und wieder“ geschlossen werden. Hier ist das Ausmaß aber nicht so dramatisch.

Geretsried – Kürzlich erst wurden die Mitglieder des Haupt- und Finanzausschusses mit unappetitlichen Bildern konfrontiert. Unbekannte hatten die Toilette in der Tiefgarage des BGZ2 am Karl-Lederer-Platz stark verschmutzt (wir berichteten). In der damaligen Ausschusssitzung wiederholte Stadtrat Volker Reeh (Geretsrieder Liste) die Bedenken, die er bereits vor der Errichtung dieser Toilette geäußert hatte. Eine unterirdische Toilette würde nicht sauber bleiben. Dem hielt Bürgermeister Michael Müller (CSU) entgegen: Denn in der – oberirdischen – Toilette am Neuen Platz gebe es ebenfalls immer wieder Probleme, sagte er. Mit welchen Herausforderungen die Stadt bei diesem WC zu kämpfen hat, erklärt Pressesprecher Thomas Loibl auf Nachfrage unserer Zeitung.

Toilette am Neuen Platz: „Hin und wieder“ musste auch sie schon geschlossen werden

Die Toilette am Neuen Platz steht dort seit Ende 2014. „Verschmutzung gibt es da auch, aber nicht in der Intensität wie an der Egerlandstraße“, berichtet Loibl. Auf Fotos, die die Putzfirma dort gemacht hatte, waren wie berichtet unter anderem Fliesen und Kloschüsseln mit Fäkalien beschmiert und auch unter der Toilette hatte jemand seine Notdurft verrichtet. So weit ist es am Neuen Platz noch nicht gekommen. Trotzdem: „Hin und wieder musste auch diese Toilette schon geschlossen werden.“

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Mit der Reinigung der Anlage am Neuen Platz ist Loibl zufolge ein Dienstleister beauftragt. „Er reinigt die Toilette sechs Mal pro Woche.“ Außerdem hat die Anlage am Neuen Platz eine automatische Klobrillenreinigung. Die Klobrille zieht sich nach dem Spülen automatisch zurück und wird gesäubert. „Das hat auch einen gewissen Reinigungseffekt“, sagt Loibl.

WC am Neuen Platz ist vandalismus-hemmend

Ob die Stadt jemanden in Verdacht hat, auf dessen Kappe die Verschmutzungen gehen? „Leider nein“, lautet die Antwort des Pressesprechers. Beide Toiletten sind kostenfrei nutzbar. Was das WC am Neuen Platz von dem in der Egerlandstraße unterscheidet: Es ist vandalismus-hemmend. Heißt: „Hier ist viel Edelstahl verbaut, und es gibt keine Kanten, die abbrechen können“, erklärt Loibl. Weil sie robuster ist als die Toilette an der Egerlandstraße – eine normale Keramik-Toilette – ist Vandalismus hier selten.

Toilette in der Egerlandstraße bleibt weiterhin geschlossen

Aber die Anlage am Neuen Platz kam die Stadt teuer zu stehen: Circa 113 000 Euro musste sie für das voll elektronische City-WC berappen. „Wir wollen den Verschmutzungen entgegenwirken“, betont Loibl. „Deshalb werden wir auch nicht müde, an den Verstand und das Hygienebewusstsein der Menschen zu appellieren, damit sie die öffentlichen Toiletten so nutzen, wie es vorgesehen ist.“ Die Stadt sehe einen Bedarf an öffentlichen Toiletten. „Daher sollte pfleglich mit ihnen umgegangen werden.“ Sonst blüht den Geretsriederinnen und Geretsriedern vielleicht bald auch am Neuen Platz das, was mit dem WC in der Egerlandstraße passiert ist. Das ist seit der Verschmutzung geschlossen. Solange, bis die Stadt eine Lösung gefunden hat. „Wir sind dran“, sagt Loibl. oy

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