ESC-Boykott? Söder mischt sich ein und schießt gegen Deutschland: „Gewinnen eh nie“

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Der CSU-Chef sorgt beim Parteitag für Aufsehen. Wegen des ESC-Boykotts anderer Länder stellt er Deutschlands Teilnahme infrage – mit einer provokanten Begründung.

München – Es sind deutliche Worte, die Markus Söder (58) am Freitag auf dem CSU-Parteitag in München findet. Der bayerische Ministerpräsident reagiert auf die wachsende Zahl von Ländern, die den Eurovision Song Contest 2026 in Wien boykottieren wollen – und zwar wegen der Teilnahme Israels.

CSU-Parteitag Dezember 2025, Messehalle München: Markus Söder.
Auf den ESC hält Markus Söder offenbar keine großen Stücke. © IMAGO/Chris Emil Janssen

Söders Reaktion: Deutschland könnte ebenfalls aussteigen, allerdings aus einem ganz anderen Grund.

ESC-Boykott wegen Israel: Söder stellt deutsche Teilnahme infrage und kritisiert Zahlungen

„Wenn ich jetzt erlebe, wie auch in Europa darüber diskutiert wird, Boykott des ESC, des European Song Contest, weil Israel teilnimmt. Freunde, wenn sie es nicht wollen, dann machen wir es halt auch nicht“, sagt Söder laut der Deutschen Presse-Agentur in seiner Grundsatzrede. Seine Begründung klingt pragmatisch und provokant zugleich: „Wir gewinnen eh nie, müssen eh nur alles zahlen.“

Söders Äußerungen sind eine klare Positionierung gegen den Israel-Boykott, der beim ESC zuletzt für viel Wirbel gesorgt hatte. „Wir stehen zu Israel“, betont der CSU-Vorsitzende. Deutschland und Bayern stünden fest an der Seite Israels und des jüdischen Lebens in Deutschland. Der Schutz und die Sicherheit Israels seien weiter „Staatsräson“. Auch deshalb wolle Bayern eine Außenstelle der israelischen Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem einrichten.

Mehrere Länder haben bereits angekündigt, den ESC 2026 zu boykottieren. Irland, die Niederlande, Spanien, Slowenien und Island wollen nicht teilnehmen, weil Israel beim Wettbewerb antreten darf. Der nächste ESC findet am 16. Mai 2026 in Wien statt. Österreichs Kanzler Christian Stocker (65, ÖVP) hatte zuvor massiv für eine Teilnahme Israels geworben und vor Antisemitismus sowie Israel-Hass gewarnt. In Israel selbst hatten die Boykott-Ankündigungen der letzten Wochen für Unmut gesorgt. Die Entscheidung, das Land beim kommenden Eurovision Song Contest nicht auszuschließen, begrüßte Staatspräsident Izchak Herzog (65) daraufhin ausdrücklich. „Israel verdient es, auf allen Bühnen der Welt vertreten zu sein“, schrieb er auf der Plattform X.

Doch die Kritik hält an – ein ehemaliger ESC-Gewinner gab jüngst sogar seine Sieger-Trophäe zurück. Verwendete Quellen: Deutsche Presse-Agentur, bild.de, x.com, esc-kompakt.de

Информация на этой странице взята из источника: https://www.merkur.de/boulevard/esc-boykott-jetzt-mischt-sich-markus-soeder-ein-gewinnen-eh-nie-94082199.html