Mega-Star enthüllt geplatzten Wechsel: „Wäre fast zu Bayern gegangen!“

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Der FC Bayern verpflichtete mit Pep Guardiola 2013 einen neuen Trainer. Doch seinen Wunschspieler bekam der Katalane damals in München nicht.

München – Im April 2013 sorgte eine Nachricht für Aufsehen in Fußball-Deutschland: Der FC Bayern aktiviert die Ausstiegsklausel von Mario Götze, der deutsche Nationalspieler wechselt im Sommer für 37 Millionen Euro von Borussia Dortmund nach München. Dieser Transfer gilt bis heute als einer der emotionalsten in der Geschichte der Bundesliga.

Es ist bekannt, dass Götze sich wegen Pep Guardiola für einen Wechsel vom BVB zum FC Bayern entschied. Der Katalane übernahm zur Saison 2013/14 das Traineramt beim deutschen Rekordmeister und erhielt Götze als Neuzugang. Ursprünglich hatte Guardiola jedoch einen anderen Star auf dem Wunschzettel: Neymar.

Neymar stand in Boxershorts vor Pep Guardiola

Neymar enthüllte nun im Podcast Podpah: „Ich wäre fast zu Bayern gegangen – wegen Pep Guardiola.“ Anfang 2013 sei er bei einer FIFA-Gala in Zürich gewesen, als sein Vater ihn mitten in der Nacht angerufen habe. „Ich bin rangegangen, er hat mir gesagt, ich soll die Tür aufmachen. Ich war in Boxershorts. Draußen standen mein Vater, Pep Guardiola und ein Übersetzer“, erinnerte sich Neymar.

Guardiola sagte laut Neymar: „Ich würde Dich gern verpflichten und Dich zu mir holen, zu welchem Klub ich auch immer gehe. Ich werde Dich zum besten Spieler der Welt machen.“ Anschließend habe Guardiola ihm auf einem Laptop gezeigt, wie er unter seiner Führung spielen würde. „Pep sagte auch: ‚Wenn Du nicht 60 Tore pro Saison erzielst, werde ich meinen Namen ändern.‘“

Neymar war damals ein vielversprechendes Talent beim FC Santos, umworben von zahlreichen Top-Klubs. Guardiola, der bis Sommer 2012 Cheftrainer des FC Barcelona war, hatte ein Sabbatical eingelegt und plante seine Rückkehr auf die Trainerbank für den Sommer 2013.

Guardiola wollte Neymar zum FC Bayern holen

In jener Nacht in Zürich wollte Guardiola zunächst nicht preisgeben, welches Spitzenteam er künftig trainieren würde. „Pep sagte: ‚Ich kann es Dir jetzt noch nicht sagen, weil es noch nicht feststeht‘. Dann habe ich ihn aber überzeugen können, und er sagte: ‚Ich werde bei Bayern unterschreiben. Ich weiß, dass München eine kalte Stadt ist, aber ich werde mich um Dich kümmern‘“, so Neymar.

Letztlich entschied sich Neymar jedoch gegen Guardiola und den FC Bayern. Nur drei Tage nach der FIFA-Gala im Januar 2013 wurde Guardiolas Unterschrift beim FC Bayern offiziell bekannt gegeben.

Neymar wechselte zu Barça, Götze zum FC Bayern

„Am Ende habe ich mich für Barcelona entschieden“, erklärte Neymar, denn „ich wollte mit (Lionel) Messi zusammenspielen“. Er habe dafür auch ein Angebot von Real Madrid abgelehnt, obwohl er dort „dreimal so viel Geld“ hätte verdienen können. „Real Madrids Angebot war ein Blankoscheck. Sie haben mir gesagt, ich könne haben, was auch immer ich wolle“, so Neymar, „aber ich wollte mit meinem Herzen zu Barça“.

14.02.2023, Fussball UEFA Championsleague 2022/2023: Achtelfinale, Paris St. Germain - FC Bayern München, im Stadion Par
Neymar (r.) wechselte wegen Lionel Messi (Mitte) zu Barça, später spielten sie bei PSG zusammen. © IMAGO/Bernd Feil/M.i.S.

Die Verantwortlichen des FC Bayern standen einem Neymar-Transfer ohnehin skeptisch gegenüber. „Wir haben in der Vergangenheit nicht so gut gelegen mit jungen Brasilianern. Wir haben es im Fall Breno erlebt“, äußerte der damalige Bayern-Präsident Uli Hoeneß 2013. „Wenn du dann einen holst, der 20 oder 30 Millionen Euro oder mehr kostet, dann ist es extrem schwierig.“

Man überzeugte Guardiola, dass es auch andere talentierte Spieler gebe. „Und weil er einen ähnlichen Spieler haben wollte, sind wir dann auf Mario Götze gekommen“, erklärte Hoeneß weiter.

Neymar wechselte 2013 für 88 Millionen Euro zum FC Barcelona. Zwei Jahre später traf er im Halbfinale der Champions League auf Guardiola und den FC Bayern, führte Barça mit drei Toren ins Finale und letztlich zum Titel. 2017 verließ Neymar die Katalanen für 222 Millionen Euro in Richtung Paris Saint-Germain. Inzwischen spielt er wieder in seiner Heimat Brasilien beim FC Santos.

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