Es ist eines der Themen, die auch im Landkreis Freising nicht nur die politische Diskussion mitbestimmt haben: die Zahl und die Unterbringung der Asylsuchenden. Diese läuft laut Landrat Helmut Petz reibungslos.
Freising – Im Jahresbericht 2024 des Landratsamts wird der Stand der Dinge dargelegt: Im Landkreis Freising wurden im Jahr 2024 durchschnittlich 2479 Asylsuchende untergebracht. Die Asylbewerberinnen und Asylbewerber haben in aktuell 94 dezentralen Häusern und Wohnungen sowie vier Gemeinschaftsunterkünften der Regierung von Oberbayern eine Bleibe erhalten – Stand: Oktober 2024. In folgenden Gemeinden sind Asylbewerber untergebracht: Allershausen, Attenkirchen, Au, Eching, Fahrenzhausen, Freising, Haag, Hallbergmoos, Hohenkammer, Kirchdorf, Kranzberg, Langenbach, Mauern, Marzling, Moosburg, Nandlstadt, Neufahrn, Paunzhausen, Rudelzhausen, Wang, Wolfersdorf und Zolling. Die vier Gemeinschaftsunterkünfte der Regierung von Oberbayern befinden sich in Freising, Langenbach, Moosburg und Zolling. Derzeit, so die Statistik weiter, leben im Landkreis 1036 Asylbewerber und 1465 Bleibeberechtigte aus 50 Nationen in den Unterkünften des Landratsamts. Afghanistan, Nigeria und die Türkei sind dabei die Hauptherkunftsstaaten. Seit dem 1. Januar 2024 verzeichnete der Landkreis zudem 628 Neuzugänge.
Der Aufwand für diesen Personenkreis setzt sich laut Bericht zusammen aus der Instandhaltung der angemieteten dezentralen Unterkünfte, der Versorgung der Bewohner mit Leistungen bei Krankheit durch Krankenscheine, Geldleistungen zur Bestreitung des Lebensunterhalts sowie den Leistungen nach dem Bildungs- und Teilhabegesetz bei schulpflichtigen Kindern und Jugendlichen. Zusätzlich sei eine niederschwellige sozialpäda㈠gogische Betreuung der Bewohner erforderlich, um diese zu unterstützen und auch um Konflikte in den Häusern und mit der Bevölkerung zu vermeiden. Wichtig: Nach Einführung der Beratungs- und Integrationsrichtlinie (BIR) im Jahr 2018 werden die Asylbewerber sozialpädagogisch von den freien Wohlfahrtsverbänden, also Caritas, Diakonie und InVia, betreut, das Landratsamt übernehme lediglich eine Anwesenheits- und Hygienekontrolle.
Die Asylbewerber werden vor Ort intensiv von ehrenamtlichen Helfern unterstützt, die im Landratsamt beim monatlichen „Runden Tisch“ zusammenkommen. Durch das Engagement der Ehrenamtlichen werde die Situation der Asylbewerber deutlich erleichtert, hat Petz immer wieder betont.
Und der Bericht wirft einen Blick in die Zukunft: Eine der zentralen Herausforderungen in den kommenden Monaten werde darin bestehen, zusätzliche Unterkünfte bereitzustellen – insbesondere für die weiterhin hohe Zahl ukrainischer Kriegsflüchtlinge, die den Großteil der neu ankommenden Schutzsuchenden ausmacht. Diese würden derzeit zunächst im ehemaligen Stabsgebäude an der General-von-Stein-Kaserne in Freising untergebracht und dann auf dezentrale Unterkünfte im Landkreis verteilt.