Max Verstappen hat mit seinem Sieg in Monza Formel-1-Geschichte geschrieben – und Michael Schumacher einen mehr als 20 Jahre alten Rekord entrissen.
Monza – Die traditionsreiche Rennstrecke im königlichen Park ist der Tempomacher im Formel-1-Kalender: Auf dem Autodromo Nazionale di Monza, berühmt für seine langen Geraden, jagten Rennsieger Max Verstappen und seine Konkurrenten am vergangenen Sonntag mit Geschwindigkeiten bis zu 350 km/h über den Asphalt.
Für die 53 Runden auf dem 5,793 Kilometer langen Kurs benötigte der aktuelle Weltmeister nur 1:13:24 Stunden und machte den Großen Preis von Italien 2025 damit zwar nicht zum kürzesten, aber zum schnellsten Formel-1-Rennen aller Zeiten. Denn der Niederländer fuhr mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 250,706 km/h – schneller war kein Fahrer zuvor!
Michael Schumacher verliert seinen Rekord nach mehr als 20 Jahren
Michael Schumacher muss damit einen über 20 Jahre alten Rekord aus seiner Statistik streichen: In der Saison 2003 gewann der damalige Ferrari-Pilot den Großen Preis von Italien nach 1:14:19 Stunden, was einer durchschnittlichen Geschwindigkeit von 247,586 km/h entsprach. Seitdem war kein Formel-1-Pilot schneller, weshalb der siebenfache Weltmeister lange Zeit den Rekord hielt.
Auch in den letzten Jahren schaffte es kein Fahrer, schneller zu sein: Ferrari-Star Charles Leclerc, der im vergangenen Jahr in Monza triumphierte, belegt mit 246,431 km/h den vierten Platz in der ewigen Bestenliste, nur knapp hinter McLaren-Pilot Juan Pablo Montoya, der bei seinem Sieg im Jahr 2005 eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 247,097 km/h erreicht hatte.
Obwohl immer wieder neue Strecke in den Kalender aufgenommen werden, bleibt die einzigartige Strecke in Monza auch in Zukunft der absolute Hochgeschwindigkeits-Kurs im Formel-1-Kalender. Das zeigt auch die Statistik der vergangenen Jahrzehnte, denn 28 der 30 schnellsten Formel-1-Rennen der Geschichte fanden in Italien statt.
Nur zwei Rennen fallen aus der Reihe: die beiden Großen Preise von Belgien in den Jahren 1968 und 1970. Damals hatte die Traditionsstrecke in Spa-Francorchamps noch ein anderes Layout als heute, geprägt von langen Geraden und wenigen Kurven. Nach dem Rennen 1970 wurde der Grand Prix aufgrund der hohen Geschwindigkeiten aus dem Kalender gestrichen.
Erst nach umfangreichen Umbaumaßnahmen kehrte die Formel 1 ab 1983 zurück, doch seitdem werden dort keine Geschwindigkeitsrekorde mehr erzielt. Monza bleibt somit die einzige Strecke im aktuellen Kalender, die auch in Zukunft das Potenzial hat, die schnellsten Formel-1-Rennen der Geschichte zu liefern. (SoBre)