Kunstpreise für kreative Dorfener Gymnasiasten

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Im Hintergrund, aber immer dabei: Philipp Ponkowsky, Anton Empl, Vida Ghafouri, (vorne v.li.) Fabian Aigner, Karin Geiger, Emil Grätz, Amira Martin, Markus Höß, Heinz Grundner © hes

„Nah und Fern“ so die Aufgabenstellung für die jungen Künstler des Gymnasiums Dorfen – erstmals wurde dabei der Paul-Sandor-Geiger Preis überreicht

Dorfen – „Mach mit“ heißt nicht nur das neue Kreativ-Zentrum in der Bäckergasse - dieser Imperativ war auch eine Aufforderung an die Schüler der 11. Klasse im Dorfener Gymnasium, einmal unabhängig von Schulnoten, ihre Kreativität im Kunstunterricht zu zeigen. „Nah und fern“ lautete die offene Aufgabenstellung. Die besten 19 Exponate der Nachwuchskünstler wurden ausgestellt, zudem übergab Betreiberin Karin Geiger erstmals den Paul-Sandor-Geiger-Preis, dotiert mit 500 Euro.

An den Wänden hängen Bilder, daneben stehen Plastiken. Es ist brechend voll in der Galerie. Emil Grätz 17 Jahre alt, ist aufgeregt. „Das ist meine erste Vernissage“, sagt er. Der junge Künstler hat zwei Hände aus Gips geformt, die nacheinander greifen: „Sie sind sich fern und doch so nah - so entsteht eine Verbindung, die sich nicht trennen lässt.“ Diese Skulptur war der Favorit der Jury, ein verdienter erster Preis“, lobte Anton Empl, die „technische Umsetzung“, aber auch „das Spannungsfeld“ zwischen Distanz und Nähe.

Weil Empl nicht nur einer der renommiertesten Maler und Bühnenbildner der Stadt ist, sondern auch jahrzehntelang am Dorfener Gymnasium unterrichtet hat, freute er sich ganz besonders über den „Paul-Sandor-Geiger-Preis“, der in den kommenden zehn Jahren vergeben wird. „Da geht es nicht um eine Belohnung für den oder die Beste in der Stufe, sondern um die kreative Idee dahinter.“

Empl und Geiger saßen in der Jury, ebenso Wolfgang Lanzinger, stellvertretender Schulleiter sowie Kunstlehrer Fabian Aigner. Im Namen des Gymnasiums dankte Direktor Markus Höß der Preisstifterin für die Aktion: „Das ist ein außergewöhnlicher Impuls – ein Motivationsschub für unsere Schüler.“

Am 31. Oktober 2024 ist Paul-Sandor Geiger im Alter von 72 Jahren gestorben. „Mein Mann hat mich und meine Kunst immer unterstützt. Das ist ein Dankeschön in seinem Namen, das ich nun weitergeben möchte. Ich will den Schülern die Möglichkeit geben, neue Fähigkeiten zu entdecken“, erklärte die 63-jährige Witwe bei der Preisverleihung. „Die Welt braucht Eure Visionen, Eure Träume und Eure Fähigkeit, das Schöne im Alltäglichen zu entdecken“, ermunterte sie die Anwesenden.

Die Stadt Dorfen sowie der Förderkreis schlossen sich an und stifteten weitere Auszeichnungen, schließlich sei „Dorfen die Kulturhauptstadt im Landkreis“, so Bürgermeister Heinz Grundner. Den 2. Preis (100 Euro), überreichte der Rathauschef an die 17-jährige Amira Martin. Die Schülerin ließ sich von Fotos aus Kalkutta inspirieren: „In den Städten Indiens leben arme und reiche Menschen nebeneinander - ein krasser Unterschied“, erläutert sie die Wahl ihres Motivs.

Den dritten Preis, immerhin noch 50 Euro, bekam die 18-jährige Vida Ghafouri von Philipp Ponkowsky, Vorsitzender des Förderkreises. Ihr Aquarell eine Person, die nachts am Strand sitzt und den Mond betrachtet. „Wo es dunkel ist, gibt es immer auch ein Licht“, beschreibt sie die Szene am Meer.

hes

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