Der Haupt- und Finanzausschuss Karlsfeld hat beschlossen, keine Infostände für Parteien auf Gelände des Hüttenzaubers, dem örtlichen Christkindlmarkt, zuzulassen.
Karlsfeld – Der Haupt- und Finanzausschuss Karlsfeld ist sich in seiner Sitzung am Dienstagabend einig gewesen: Auf dem Christkindlmarkt bekommen politische Vereine auch in Zukunft keinen Standplatz. Dem Grundsatzbeschluss war eine Anfrage eines politischen Ortsvereins vorausgegangen, die die Verwaltung in ihrem Beschlussvorschlag klar ablehnte. Einstimmig stimmte ihr das Gremium zu. Eine Diskussion gab es trotzdem.
Politik hat auf einem Christkindlmarkt nichts zu suchen.
„Ich möchte eine Area, die politikfrei ist“, sagte Karlsfelds Bürgermeister Stefan Kolbe (CSU). Denn er befürchte, wie er im Ausschuss sagte, dass die Gemeinde sonst das Tor für Parteien öffnen würde, „die wir nicht da haben wollen“. Dem schlossen sich alle anderen Gemeinderatsfraktionen an.
Hüttenzauber soll kulturelles Event bleiben
„Politik hat auf einem Christkindlmarkt nichts zu suchen“, sagte auch Stefan Theil (CSU) und teilte mit, dass es ihm schleierhaft sei, wie man überhaupt auf so eine Idee kommen könnte.
Der Karlsfelder Hüttenzauber sei schließlich bewusst als kulturelle Veranstaltung ins Leben gerufen worden. Die Gemeinde vergibt die Standplätze an örtliche Vereine ohne politischen Hintergrund und an Gewerbetreibende.
Adrian Heim (Bündnis für Karlsfeld) konnte sich Infostände politischer Vereine zwar nicht direkt auf dem Gelände des Hüttenzaubers, wohl aber in dessen Umfeld vorstellen. Bedenken äußerte Ursula Weber (CSU). Heim entgegnete, er vertraue dem Leiter der Karlsfelder Verkehrsbehörde, Günter Rustler. Kolbe sagte, er lasse dies prüfen, betonte aber: „Es gibt hunderttausend andere Plätze in Karlsfeld, wo man als Partei werben kann.“