Dunkle Wolken ziehen am Konjunkturhimmel auch über Gaißach auf: Gemeindekämmerer Hans Fischhaber rechnet für den Haushaltsplan 2025 mit Mindereinnahmen von 500.000 Euro.
Gaißach – Gemeindekämmerer Hans Fischhaber rechnet für den Haushaltsplan 2025 mit Mindereinnahmen von 500.000 Euro allein bei der Gewerbesteuer, die von den Betrieben direkt an die Gemeinde fließt. Das gab er jüngst in der Gemeinderatssitzung bekannt. Aufgrund der aktuell und prognostiziert deutlich verschlechterten Auftragslage und wirtschaftlichen Situation der Betriebe hat das Finanzamt für sie niedrigere Gewerbesteuer-Vorauszahlen festgesetzt.
Gaißacher Haushalt: Minus von 500.000 Euro entspricht 37 Prozent
Im Haushaltsplan 2024 konnte die Gemeinde noch mit Gewerbesteuer-Einnahmen von 1,35 Millionen Euro kalkulieren. Das von Hans Fischhaber für 2025 erwartete Minus von 500.000 Euro entspricht 37 Prozent. Gaißach hat 178 Firmen, die Gewerbesteuer zahlen, und das sind in der großen Mehrzahl alles kleine und mittelgroße Handwerksbetriebe.
„Der Rückgang bei den Gewerbesteuern betrifft nicht nur einzelne Firmen, sondern zieht sich branchenübergreifend durch“, beschreibt Fischhaber den Ernst der Lage. Keine Gewerbesteuer zahlen übrigens Ärzte, Kliniken und Landwirte.
Bezogen auf die Summe aller Steuereinnahmen der Gemeinde in 2024 mit Einkommenssteuer (EK) und anderen in Höhe von 5,05 Millionen Euro beträgt die Lücke auch noch zehn Prozent. Bei der EK seien Ausfälle gegenwärtig noch nicht zu erkennen, betont Fischhaber.
Gegenwärtig arbeiten Kämmerer und Rathausverwaltung an der Aufstellung des Haushaltsplans für 2025, der voraussichtlich in der nächsten Sitzung am 15. April zur Abstimmung kommen soll.
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