Im Zentrum des Besuchs des deutschen Außenministers stehen Chinas Exportkontrollen für sogenannte seltene Erden, die negative Auswirkungen auf deutsche und europäische Unternehmen haben.
Ein weiterer Fokus liegt angesichts der Verhandlungen zwischen den USA und Russland über ein Ende des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine auf deutschen und europäischen Sicherheitsinteressen. Zwar betont China immer wieder seine Neutralität, steht aber im Westen in der Kritik, vor allem Moskau zu unterstützen.
Wadephul forderte in Peking ein größeres chinesisches Engagement zur Beendigung des Ukraine-Kriegs. "Wir erwarten von China ein deutlicheres Eintreten gegenüber Russland", sagte Wadephul dem ZDF. Um 13.30 Uhr äußert sich der Außenminister auf einer Pressekonferenz. FOCUS online begleitet diese im Liveticker.
Wadephul besteht in China auf "faire Handelsbedingungen"
Er führe in Peking Gespräche "auf Augenhöhe", sagte Wadephul. Sein Gesprächsprogramm sei sehr umfangreich. "Das hat mit dem Handelsminister begonnen. Ich habe mit dem stellvertretenden Staatspräsidenten gesprochen, spreche nachher mit dem Außenminister."
Der Minister will in Peking auch die Probleme deutscher Unternehmen mit Blick auf das Gastland ansprechen. "Wir bestehen darauf, dass es faire Handelsbedingungen, faire Wettbewerbsbedingungen gibt", sagte er im ZDF.
Peking müsse dafür sorgen, "dass es gleiche Marktzugänge gibt und dass wir nicht auch eine Situation haben, wo sich ein Handelsüberschuss dadurch ergibt, dass beispielsweise sehr stark subventionierte Elektrofahrzeuge aus China auf den europäischen Markt kommen."
mit dpa und afp